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Supplemente 1. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 1. Theil (1857)
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Wie ein Donnerſchlag des ewigen Gerichts ſchlugen dieſe Worte in die Seele des Betäubten. Er warf ſich auf die Knie und bedeckte die Hand, welche ihm der Sterbende hinhielt, mit Thränen und Küſſen.

So iſt keine Rettung, keine! rief er verzweif⸗ lungsvoll.

Keine, erwiederte dumpf der Arzt.

Herr von Rowinow ſprach noch einige gebrochene Worte zu Kalinski, dann neigte er ſein Haupt und verſchied in den Armen ſeines Freundes.

Guido war wie wahnfinnig aufgeſprungen und im dickſten Gebüſch verſchwunden. Ottokar, der befürchtete, der Leidenſchaftliche werde ſich ein Leids thun, eilte ihm nach, während Arthur bemüht war, den Leichnam Rowinow's in den Wagen zu ſchaffen.

Langſam bewegte ſich der Zug nach der Stadt zurück.

Ottokar hatte unterdeß in dem Boulogner Gehölz vergebens nach ſeinem Bruder geſucht. Er war von dem unglücklichen Ausgange des Duell's auf das Tieſſte erſchüttert. Die That Guido's, welcher auf den Geg⸗ ner geſchoſſen, nachdem dieſer mit Abſicht gefehlt hatte, lag wie ein Felsſtück auf ſeiner Bruſt, und es bedurfte ſeiner ganzen Bruderliebe, den leidenſchaftlichen Guido nicht als Verbrecher zu verdammen. Er bemühte ſich mit Anſtrengung, die Handlungsweiſe des Bruders durch deſſen Leidenſchaftlichkeit zu entſchuldigen und es gewährte ihm Troſt, daß der Sterbende noch die Ver⸗ ſöhnungshand geboten und daß ſich die bitterſte Reue von Seiten Guido's ſo unverkennbar an den Tag ge⸗ legt hatte.

Nach langem und vergeblichem Suchen ſetzte ſich Ottokar ermüdet auf eine Moosbank. Die ganze furchtbare Seene, der er beigewohnt, erſchien ihm wie ein wüſter Traum. Er rieb ſich wiederholt die Stirn,