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allen dieſen Vorbereitungen zugeſchaut; als aber der verhängnißvolle Augenblick immer näher rückte, ließ ihn die Bruderliebe alle Rückſichten vergeſſen.
„Guido,“ rief er in ergreifendem Tone,„laß ab von einem Kampfe, den Gott nicht will, biete die Friedenshand.“
Statt aller Antwort aber gebot Guido den Secun⸗ danten das Zeichen zur Eröffnung des Kampfes zu geben. Es erfolgte. Die Duellanten verließen ihre Plätze und avancirten, die geſpannten Piſtolen in der Hand, gegen einander. Der leidenſchaftliche Guido war der Erſte, welcher abfeuerte. Die Kugel ſtreifte die linke Achſel des Gegners, doch ohne ihn bedeutend zu verletzen. Unmittelbar darauf ſchoß Rowinow, und fehlt.
Ottokar athmete leichter. Abermals verſuchte er den Frieden herzuſtellen, vergebens. Die Kämpfer ſchickten ſich zum zweiten Gange an. Guido ſchoß zum zweitenmale und fehlte, während die Kugel des Ruſſen ihm den Arm ſtreifte und denſelben leicht verwundete. Der Getroffene verbiß den Schmerz und beſtand, ohne ſich verbinden zu laſſen, unverzüglich auf den dritten Gang.
Dießmal ſchoß Herr von Rowinow zuerſt und legte ſeine friedliche Geſinnung dadurch an den Tag, daß er das Piſtol hoch hielt, ſo daß die Kugel in die Aeſte der Bäume ſchlug. Guido, der es ſogleich be⸗ merkte und die Abſicht erkannte, wollte dieſen Schuß nicht gelten laſſen.
Die Secundanten legten ſich in's Mittel und Guido mußte ſich den Duellgeſetzen fügen.
„Wohlan,“ rief er,„ſo bin ich am Schuſſe; nur Einer darf lebend vom Platze.“ Er ſchritt langſam, 11


