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Ottokar,„ſo iſt er ſicher nicht der Mann, wofür Du ihn zu halten ſcheinſt. Iſt mir je ein Bankier und reicher Mann vorgekommen, der mit größter Aufopfe⸗ rung und ohne allen Egoismus blos das Beſte und die Würde ſeines Vaterlandes vor Augen hatte, ſo'iſt es der Ebengenannte. War es nicht der Bankier La⸗ fitte und der Bankier Perrier, welche auf das Ent⸗ ſchiedenſte die Beibehaltung und Coloniſirung des er⸗ oberten Algier verlangten, ſelbſt auf die Gefahr hin, daß es England als eine feindſelige Handlung von Seiten Frankreichs anſehen könnte?“
„Nun, die Zukunft wird lehren,“ ſprach Severin, „ob ich nicht die Wahrheit geſprochen. Den Lafitte will ich mir auch noch gefallen laſſen, ſchon Napoleon erklärte ihn für einen Ehrenmann; aber dem Perrier, der jetzt ebenfalls mit regieren hilft, iſt auf keinem Fall zu trauen.“
„Ich muß im Allgemeinen,“ fiel Arthur vom Stern ein, den Worten von Freund Severin beiſtimmen; na⸗ mentlich was er über die Geldariſtoeratie ſagt. Auch ich kenne nichts Haſſenswertheres als ſolche gemüthloſe Emporkömmlinge, deren einziges Verdienſt und An⸗ ſehn darin beſteht, theils durch glückliche Speculation, theils vielleicht gar durch Wucher und andere nicht ehrenwerthe Manipulationen Hunderttauſende zuſammen⸗ geſcharrt zu haben.“
„Ariſtoeratie,“ meinte Ottokar,„ſie werde nun durch die Geburt oder durch Reichthum bedingt, bleibt gleich verwerflich, ſobald ſie in Anmaßung gegen Tie⸗ fergeſtellte ausartet.“
„Die des Geldes,“ ſprach Arthur,„iſt aber un⸗ erträglicher, weil ſie in der Regel plumper und bru⸗ taler einherſchreitet. Der Adelige, wenn er auch auf den Bürgerlichen herabſieht, wird nie eine gewiſſe Form


