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Supplemente 1. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 1. Theil (1857)
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richtlich erwieſen, daß ſie vor langen Jahren von einer

im nahen Walde gelagerten Zigeunerbande entführt

worden.

Es war ein Abend wie heut, fuhr der Huf⸗ ſchmied mit ſich ſelbſt ſprechend fort,auch die Jah⸗ reszeit war's, die Zinnen dort oben ſtanden im Abend⸗ ſonnenſchein, da ging ſie hin zum Schloſſe mit dem Körbchen voll Erdbeeren, ſie wollte die geſtrenge Frau Gräfin erfreuen. Mit Liebe ging ſie hin; Kind, mein einzig' Kind, und mit Blut und Tod hat man Dir vergolten.

Die Stimme des Hufſchmied's brach hier in ge⸗ waltigem Schmerze. Vergebens bemühte ſich Ottokar, den alten Mann von ſeiner Idee zurückzubringen. All⸗ mählig ward er ruhiger; ſein Ton ward ſanfter und in Erinnerungen verſunken, fuhr er fort:

Sie war ſo ſchön, wie der junge Morgen, ſo klar und munter, wie ein Bächlein, das aus dem Felſen ſpringt; die Aeuglein lachten wie zwei Veilchen, Locken hatte ſie wie Gold und Seide; in wenig Wochen ſollte ihr ſiebzehnter Geburtstag ſein ich hatte ſchon hin und her geſonnen, womit ich ſie erfreuen könnte zum frohen Tage: da trug ſie des Nachmittags die Erdbeeren nach dem Schloſſe.

In den letzten Worten lag wieder eine ſo tiefe Wehmuth, daß ſich Ottokar einer tiefen Erſchütterung nicht zu erwehren vermochte; der Alte fuhr fort:

Niemand hatte mich ſo lieb auf der weiten Erde, und auch ich hatte Niemanden ſo lieb. Was war Mühe und Arbeit, wenn ich das Mädchen ſchaute; noch ſteht das Tiſchchen gedeckt, ſie wollte gleich wie⸗ derkehren, als ſie die Erdbeeren nach dem Schloſſe trug.