Teil eines Werkes 
Supplemente 1. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 1. Theil (1857)
Entstehung
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dieſer hatte ſich bereits als Knabe und zarter Jüng⸗ ling wo möglich noch unverholener, als Ottokar, der Bedrückten gegen die adelige Gutsherrſchaft angenom⸗ men; und deshalb oft ſelbſt harte Strafe erdulden müſſen.

Nachdem Ottokar faſt keine der dürftigen Woh⸗ nungen unbeſucht gelaſſen und ſich hier und da nach Wirthſchafts⸗ und Familienangelegenheiten erkundigt hatte, gelangte er auch zum letzten Häuslein, wo der alte Hufſchmied Nicodemus am gewohnten Platze unter der Linde ſaß.

Im Thale ſchattete bereits die Dunkelheit, während die hochgelegenen Zinnen von Hohenſtein noch im rothen Feuer ſtanden.

Ottokar winkte den ihn begleitenden Landleuten, daß ſie zurückbleiben ſollten, und nahete ſich allein dem alten Manne.

Dieſer ſchien im Anfang die Ankunft des Jüng⸗ lings gar nicht zu bemerken und ſchaute unverwandt nach dem Schloſſe.

Guten Abend, Freund Hufſchmied, ſprach Otto⸗ kar im freundlichen Tone, und trat zu dem Alten heran.

Ohne den Gruß zu erwiedern, wandte ſich der Alte mit dem Geſichte nach dem jungen Manne.

Ihr kommt vom Schloſſe, hub er an,habt Ihr meine Margarethe nicht geſehen? Wie lange weilt ſie? Wann kehrt ſie heim in die Hütte ihres Vaters?

Guter Nicodemus, erwiederte Ottokar,ſchlagt Euch endlich einmal die alten Grillen aus dem Kopfe und ſeid überzeugt, daß meine Familie unſchuldig an dem Verſchwinden Eurer Tochter. Es iſt ja ge⸗

Stolle, Schriften. Supplem. I. 2