Teil eines Werkes 
Supplemente 1. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 1. Theil (1857)
Entstehung
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kannte alle Bewohner des kleinen Fleckens und war daſelbſt überall ob ſeiner menſchenfreundlichen Theil⸗ nahme, die er dem Geringſten nicht verſagte und welche gegen das finſtere abgeſchloſſene Weſen ſeines Vaters bedeutend abſtach, ein hochwillkommener Gaſt. Er be⸗ ſchloß daher auch diesmal, bevor er ſeine Reiſe antrat, noch eine Wanderung durch das Dorf zu machen, und von den wackern Landleuten auf einige Zeit Abſchied zu nehmen.

Der nächſte Weg nach dem Dorfe führte durch den Park, welcher unmittelbar an den Schloßgarten grenzte. Mit ſeltſamen Gefühlen wanderte Ottokar die wohlbe⸗ kannten Gänge zwiſchen den Weihmuthkiefern und den friſchgrünen Tannenbäumen dahin. Hier und da ſchlug ein verſpäteter Vogel in den Zweigen. Die freien Raſenplätze des Parks waren mit weißen, ro⸗ then, blauen und gelben Blumen im bunteſten Gemiſch überſäet. Zur Rechten zog ſich die blaue Fläche eines Teiches entlang, worauf in holder Einſamkeit ein paar Schwäne ihre ſilbernen Kreiſe Alles athmete eine ſo beſeligende Rube, daß ſich's der Jüngling nicht verſagen konnte, ein Paar Minuten auf der kleinen Breterbank, deren Rückwand eine uralte Eiche bildete, am Ufer des Teiches Platz zu nehmen, um das ſchöne Frühlingsbild noch einmal in ungeſtörter Ruhe in ſich aufzunehmen.

Rings umgaben grüne Waldungen und blumen⸗ volle Ufer die ſilberne Waſſerfläche; darüber wob ſich das n Blau des Himmels. Die beiden Schwäne, als ſie ihren Freund, der ſie oft mit Brod⸗ ſamen gefüttert, auf dem bekannten Platze erblickten, kamen von ihrem, im chineſiſchen Geſchmacke erbauten Häuschen majeſtätiſch daher geſchwommen. Hier und da tauchte ein Fiſchlein, von der warmen Nachmittag⸗