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litz habe benachrichtigen laſſen, das Ausführlichere erzählen. Das wird Dich zerſtreuen. Demnächſt kannſt Du auch die Wirkung beobachten, welchen Ein⸗ druck unſte hieſigen Angelegenheiten auf die Italiener machen. Du wirſt morgen abreiſen. Alſo auf Wie⸗ derſehen, mein Herr Diviſionsgeneral. Fahren Sie fort für Ihre Geſundheit zu ſorgen. Ich erwarte vor Allem Nachrichten über Ihr Befinden.“
Und die Hand des biedern Generals ergreifend, und ſie wiederholt drückend, fügt er in unnachahmli⸗ chem Tone hinzu:
„Adieu Rapp! Lebe wohl, mein Braver; ich werde Dir ſogleich Deine Inſtruction zuſenden. Er⸗ warte ſie unten im Dienſtſaale.“
Eine Stunde darauf erhielt der General nächſt der vom Kaiſer ſelbſt dictirten Inſtruction den Grand⸗Cordon des Ordens der Ehrenlegion und eine jährliche Rente von zwölftauſend Franken, hy⸗ pothekariſch eingetragen auf den Mont-de-Milan.
„Jetzt bin ich aber in der That neugierig,“ ſprach Napoleon, nachdem er die Angelegenheiten Rapp's beſorgt, von ſeinem Sitze aufſtehend,„zu ſehen, ob mein erſtes Gardebataillon, das heute einen Ball giebt, den Frauen und Mädchen Oeſtreichs eben ſo gefährlich iſt, wie ſeinen Männern. Faſt ſollt' ich es bezweifeln, denn von glatten Geſichtern iſt bei dieſen Grenadieren verdammt wenig zu ſpüren.“
Er ließ hierauf Junot rufen und fuhr mit ihm nach dem Hötel, wo die Grenadiere des erſten Ba⸗ taillons vom erſten Regiment ihren Ball hatten.
Als der Kaiſer in den Saal trat, wirbelten die Pauken und die Trompeten ſchmetterten, und auf das geräuſchvolle Ballleben folgte augenblicklich die ehr⸗ furchtvollſte Stille.


