Teil eines Werkes 
22. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 3. Band (1854)
Entstehung
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Dingen auf's Tanzen ganz verſeſſen war, obſchon er auch dieſe edle Kunſt in völlig nüchternem Zuſtande faſt gänzlich vernachläſſigte. Was aber nun das Schlimmſte bei der Sache war: Guiſeppe hatte die weiſen Lehren und tiefdurchdachten Regeln Mor⸗ land's, welche ihm dieſer in zahlloſen Tansſtunden im Lager zu Boulogne gegeben, auf ſeinen ſtürmi⸗ ſchen Meerfahrten auch total verg'ſſen. Morland's ganzes Lehrgebäude war über den Haufen geworfen, alle Dreſſur dahin, Guiſeppe ſprang in ſeinem fröhlichen Uebermuthe in den Quarrés umher, als komme er direct aus den nordamerikaniſchen Urwäl⸗ dern und habe keine Ahnung von der höhern Weihe der edeln Tanzkunſt, und gleichwohl dachte dieſer Menſch an kein Aufhören. Auch war ihm gar nicht beizukommen, denn während der Tanzpauſen ſtak er in einem Gewühl junger Mädchen. Er hatte ſich von Armand ein paar Dutzend deutſche Worte aufſchrei⸗ ben laſſen und ſie auswendig gelernt, und damit wollte er heut' durchaus ſein Glück machen.

Morland hatte ſich wiederholt bei den haar⸗ ſträubenden Entrechat's ſeines verwilderten Zöglings mit Schaudern von ihm abgewandt.

Ich habe nie viel auf ſein Tanztalent gegeben, ſprach er für ſich,ihm geht die höhere Weihe gänz⸗ lich ab, aber dieſen Scandal hätt' ich mir nie träu⸗ men laſſen.

Zufällig kam ihm der Kanonier in den Weg.

Gut, daß ich Dich treffe, ſprach Mor⸗ land,mein Sohn, ich beſchwöre Dich bei der ruſ⸗ ſiſchen Kanone, die Du mit ſo viel Bravour erobert haſt, ſuche mir dieſen Seebär, Deinen Bruder Guiſeppe zu bewegen, daß er einmal vom Tanzen