Teil eines Werkes 
22. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 3. Band (1854)
Entstehung
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„Napoleon,“ ſprach Bonorand,„hatte im vorigen Winter den dringenden Bitten des ſpaniſchen Botſchafters nachgegeben und verſprochen, auf dem Mas⸗ kenballe, welchen dieſer Diplomat veranſtaltet, zu erſchei⸗ nen. Der genannte Diplomat ſteht bekanntlich wegen ſeiner Bälle bei der Pariſer vornehmen Welt in hohem Rufe, denn er verſteht es hauptſächlich, von ſeinem un⸗ geheuren Reichthum mit Geſchmack Gebrauch zu machen.

„Eines Morgens ſagte daher der Kaiſer zu ſei⸗ nem erſten Kammerdiener:„Conſtant, ich bin ent⸗ ſchloſſen, dieſen Abend bei dem ſpaniſchen Botſchafter zu tanzen. Sie ſchaffen heut' zehn verſchiedene Anzüge in das Zimmer, welches der Spanier für mich hat in Bereitſchaft ſetzen laſſen.“ Conſtant gehorchte und begab ſich am Abende mit Seiner Majeſtät zum Hotel, wo der Maskenball ſtatt finden ſollte. Er legte dem Kaiſer einen ſchwarzen Domino um, und gab ſich alle Mühe, die Geſtalt ſeines Herrn ſo un⸗ kenntlich wie möglich zu machen. Alles lief gut ab, ungeachtet einer großen Menge von Bemerkungen von Seiten des Kaiſers über die Abgeſchmacktheit der Verkleidung, über die ſchlechte Haltung, welche ein Domino gewähre und dergleichen. Conſtant machte ihm bemerklich, daß auch die Fußbekleidung unkennt⸗ lich gemacht werden müßte, aber Napoleon wollte ſich dazu unter keiner Bedingung verſtehen. Was war die Folge? Seine Majeſtät wurde ſogleich erkannt, als Dieſelben in den Saal traten.

„Napoleon geht, wie ſeine Gewohnheit iſt, mit auf dem Rücken geſchlagenen Händen, gerade auf eine Maske los und will eine Intrigue anknüpfen; aber bei der erſten Frage, welche er thut, antwortet man ihm mit„Sire.“ Verdrüßlich kehrt er um und kommt wieder zu Conſtant.„Sie haben Recht, Con⸗