die Spitze. Er zwang ſie, umzukehren und machte funfzehnhundert Gefangene. Als der Kaiſer das Be⸗ nehmen dieſes Corps lobte, ſagte er:
„Corps wie dieſes gerathen über nichts in Er⸗ ſtaunen. Das neunte leichte, das zweiunddreißigſte, neunundſechzigſte und ſechsundfiebenzigſte der Linie waren dabei.“
Dieſe Kunſt, die Berühmtheit an den Namen ei⸗ nes Regiments zu knüpfen, machte ſie unbeſiegbar und regte alle andere an, gleiche Auszeichnung zu verdienen.
Napoleon hatte ſich in das Hauptquartier des Marſchalls Ney begeben, um das feindliche Heer noch enger einzuſchließen.
Mit Tagesanbruch, am vierzehnten October, führte dieſer Marſchall die Diviſion des Generals Lotſon zum Angriffe der Brücke von Elchingen. Die Brücke wurde genommen. Dieſe Stellung ward durch funfzehntauſend Oeſtreicher vertheidigt. Dreimal nach einander mußte man angreifen, um den Gegner zu vertreiben. Erſt beim dritten Male wurde er in Un⸗ ordnung gebracht und in die Verſchanzungen von Ulm zurückgeworfen. Dreitauſend Gefangene und mehre Stück Geſchütz waren der Preis dieſes bedeutenden Tages. Als Belohnung erhielt ſpäter Ney den Ti⸗ tel eines Herzogs von Elchingen.
Napoleon betrachtete das Treffen zu Elchin⸗ gen als eine der ſchönſten Waffenthaten, die je voll⸗ bracht wurden. Er verlegte ſein Hauptquartier auf dieſes ruhmvolle Schlachtfeld und erließ von da ein Schreiben an den Senat, um ihn die verſchiedenen eroberten Fahnen zu verehren.
„Der erſte Zweck des Kriegs,“ ſchrieb er bei die⸗ ſer Gelegenheit,„iſt bereits erreicht, der Kurfürſt von


