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Baiern iſt wieder auf ſeinen Thron geſetzt. Die un⸗ gerechten Angreifer find wie vom Donner gerührt worden, und ich hoffe mit Gott in kurzer Zeit auch über meine übrigen Feinde zu triumphiren.“
An demſelben Tage erließ er ein Kreisſchreiben an die Biſchöfe des Reichs, worin er ſie aufforderte, ein Tedeum fingen zu laſſen.„Die glänzenden Sie⸗ ge,“ heißt es darin,„welche unſere Armeen gegen den Bund, den der Haß und das Gold Englands angeſtiftet, erfochten haben, verlangen, daß ich und mein Volk Dankſagungen an den Gott der Heere richten und ihn anflehen, er möge ſtets mit uns ſein.“
Ein öſtreichiſches Corps unter General Werneck war glücklich aus Ulm auf der Straße von Hey⸗ denheim entkommen. Zu gleicher Zeit hatte Erz⸗ herzog Ferdinand verſucht Biberach zu erreichen, aber er fand dieſe Straße durch Marſchall Soult geſperrt. Gezwungen ſeinen Marſch zu ändern, hatte der Erzherzog verſucht, ſich mit General Werneck zu vereinigen. Er begab ſich daher nur mit einigen Schwadronen Reiterei nach Aalen. Werneck glaubte ſich ſchon außer aller Gefahr, als Murat, ſtets bei der Hand und ſtets glücklich, ihn bei dem Dorfe Langenau erreichte und dreitauſend Gefangene ab⸗ nahm. Eine Wagenburg von fünfhundert Wagen bewegte ſich unter dem Schutze dieſes Generals. Murat ließ ſie durch die Dragoner-Diviſion unter General Klein angreifen. Der Wagenzug wurde genommen. Erzherzog Ferdinand, der in Ne⸗ resheim angehalten, war ſelbſt nahe daran, von den Franzoſen überrumpelt zu werden, und hatte nur ſo viel Zeit, zu Pferde zu ſteigen und mit der kleinen


