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gebracht hatte, wie vor fünf Jahren den General Melas, machte ſich auf eine zweite Schlacht von Marengo gefaßt.
Die Nähe einer Schlacht ſchien ihm ſo ausge⸗ macht, daß er ſie dem Corps des Generals Mar⸗ mont durch eine jener Kriegsreden ankündigte, deren körnige Beredtſamkeit ſo vielen Eindruck auf den Soldaten und namentlich den franzöſiſchen Soldaten hervorbringt. Beim Uebergange über die Lechbrücke hatte er von den Regimentern dieſes Corps einen Kreis für dieſe kriegeriſche Anrede bilden laſſen. Das Wetter war fürchterlich, der Boden vom Regen ſo erweicht, daß der Soldat oft bis an die Knie in den Moraſt verſank, dazu fiel der Schnee in Maſſen, aber die Feuerworte des Redners ließen den Solda⸗ ten alles Ungemach vergeſſen. Ihr glühender Muth entſprach dem Muthe ihres Heldenführers.
Sonach war ein großer Theil der öſtreichiſchen Armee durch die klugen Berechnungen Napoleon's und durch die Gewaltmärſche ſeiner Truppen von allen Seiten eingeſchloſſen.
Gleichwohl wagte der öſtreichiſche Generaliſſimus nicht, eine Schlacht anzubieten. Da Ulm ein Punkt war, wo viele Straßen zuſammen liefen, ſo hoffte er vielmehr, ſeine Diviſionen würden auf den verſchie⸗ denen Straßen entkommen und zum Theil in Tyrol, zum Theil in Böhmen ſich wieder bilden können.
Dieſem Syſteme zu Folge waren am eilften Oe⸗ tober fünfundzwanzigtauſend Mann aus dem ver⸗ ſchanzten Lager bei Ulm ausgerückt, in der Abſicht, ſich durch Albeck, das General Dupont ſchon be⸗ ſetzt hatte, einen Weg zu öffnen.
Dieſer General bot fünfundzwanzigtauſend Oeſt⸗ reichern mit ſeiner Diviſion von ſechstauſend Mann


