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„wißt Ihr denn ſchon, Euer Bruder iſt auf der Diana mit angekommen?“
Armand glaubte ſeinen Ohren nicht trauen zu dürfen.
„Iſt's möglich,“ rief er im erſten freudigen Schreck, „welcher denn?“
„Ja, das weiß ich nicht,“ verſetzte der Obriſt⸗ lieutenant,„er ſteht, glaube ich, als Lieutenant bei der Seegarde.“
„Guiſeppe, wär's möglich,“ fuhr Armand leidenſchaftlich fort, und ſtürzte von Neuem nach dem Hafen.
Nach wenigen Minuten lagen die beiden Brüder, die ſich ſeit Boulogne nicht geſehen hatten, einander in den Armen. Guiſeppe, der unterdeß zum Schiffs⸗ lieutenant avancirt war, hatte ſich bei der heutigen Affaire wieder außerordentlich brav gehalten und eine leichte Verwundung davon getragen. Armand's Freude über die Ankunft des Bruders kannte keine Grenzen. Wiederholt drückte er den treuherzigen Gui⸗ ſeppe an die Bruſt, und bald ſaßen die beiden Brü⸗ der auf Armand's Quartier.
Jetzt mußte der Seegardiſt erzählen.
„Vor allen Dingen,“ begann er,„die ſchönſten Grüße von Vater und Mutter, Nachbarn und Be⸗ kannten in Merville, die kleine ſchwarzäugige Ma⸗ delaine, die Dich gar ſehr in's Herz geſchloſſen hat, nicht ausgenommen. Alles iſt munter und friſch.“
„Du warſt in Merville?“ frug Armand.
„Verſteht ſich,“ fuhr Guiſeppe fort,„eh' es in See ging, macht ich noch einen Abſtecher. Da hät⸗ teſt Du mich ſehen ſollen, und die Merviller, was die für Augen machten. Nach Dir war auch große Nachfrage. Alſo der Vater läßt Dir ſagen, Du


