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Mißhelligkeiten gerathen war. Er glich einem Ge⸗ ächteten und wußte, daß alle ſeine Schritte, Geſpräche und Handlungen bewacht wurden.
Gedachte nun Armand des nicht unmöglichen Falles, daß Junot mit Tode abgehen könne, ehe er ſeine Rechtfertigung geführt, ſo war ſein ganzes Le⸗ ben einem verlornen gleich zu achten; denn wodurch wollte er ſich von dem Verdachte, mit den Feinden des Vaterlandes und des Kaiſers gemeinſchaftliche Sache gemacht zu haben, hinlänglich reinigen? Er hatte ſich daher feſt vorgenommen, mit nächſter Ge⸗ legenheit nach Europa dem General abermals zu ſchreiben, da er befürchtete, ſein erſter Brief könne vielleicht nicht in Junot's Hände gekommen ſein.
Armand war gleich bei Beginn ſeiner Lauf⸗ bahn in die prüfungsvollſten Lagen verſetzt worden. Wie lächelnd und verſprechend ſich auch ſein Glück im Anfang zeigte, ein um ſo ſchmerzlicheres Mißgeſchick war bald darauf gefolgt.
Befrug er ſein Gewiſſen, ſein Herz, ſo ſprach ihn das vollkommen frei; aber vor dem Richterſtuhle eines ſo ſtrengen Tribunals, wie das der franzöſiſchen Polizei war, mußte er den Kürzeren ziehen. Und forſchte er endlich nach dem Urſprunge all' ſeiner Lei⸗ den, zeigte ſich ihm da nicht eine Engelgeſtalt, die von den Menſchen Florentine genannt ward?
„Und wo biſt du hingekommen, ſchönſter Traum meines Lebens?“ frug nach langem düſtern Sinnen der Jüngling.„Deine Ahnung hatte Dich nicht be⸗ trogen, als Du an jenem Abend an meine Bruft ſankeſt und weinend ausriefſt, daß wir uns nicht wie⸗ derſehen würden. O Florentine, warum mußte ich Dich kennen lernen, um ewig unglücklich zu werden! „Und doch,“ fuhr er nach einer Pauſe fort,„wie
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