ler und Erzſchatzmeiſter, die Prinzeſſinnen in acht ſechsſpännigen Wagen. Jetzt kam der bereits beſchrie⸗ bene kaiſerliche Wagen, worin ſich Napoleon, Jo⸗ ſephine und dieſen beiden gegenüber die Prinzen Joſeph und Louis befanden. Es folgten der Groß⸗ kaplan, Großmarſchall des Palaſtes und Großjäger⸗ meiſter; ferner die Ehrendame, die Dame d'Atour, der erſte Stallmeiſter, der erſte Kammerberr der Kai⸗ ſerin, zehn Palaſtdamen, zwei Kammerherren, Civil— beamte des Kaiſers und der Kaiſerin, Damen und Beamten der Prinzen und Prinzeſſinnen, zuſammen in eilf ſechsſpännigen Wagen.
Zu beiden Kutſchenſchlägen des kaiſerlichen Wa⸗ gens ritten die General-Obriſten der Garde; der Kom⸗ mandant der Gensd'armerie zu Pferde befand ſich unmittelbar hinter dem Wagen. Das ſchneeweiße Acht⸗ geſpann war von kaiſerlichen Adjutanten umringt und varallel mit den Hinterrädern ritten die Stallmeiſter.
Den Zug ſchloſſen Grenadiere der Garde zu Pferde, mit Plotons reitender Artillerie vermiſcht und eine Schwadron der Elitengensd'armerie.
Nach anderthalb Stunde langte Napoleon beim erzbiſchöflichen Palaſte an, woſelbſt er den kaiſerlichen Krönungsmantel umlegte. Derſelbe war aus carmvi⸗ ſinrothem Sammet gefertigt, mit zerſtreuten erhabe⸗ nen, in Gold geſtickten Bienen beſäet, ringsum mit einer breiten Goldſtickerei, von Lorbeerzweigen, Früch⸗ ten und Fruchtähren durchſchlungen; in gewiſſen Ent⸗ fernungen von einander glänzten ſilberne Sonnen mit dem goldnen Buchſtaben N. und mit Eichen- und Oli⸗ venzweigen gekrönt. Er war ganz mit Hermelin aus⸗ geſchlagen, ſo daß das Futter vier Zoll unter der goldnen Stickerei hervorragte. Seine Schwere wog gegen achtzig Pfund.


