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„Die ſtrenge Schulzucht wird dem Mutterſöhnchen nicht behagen,“ meinte der Sergeant.
„Es iſt nur um ein Jahr zu thun,“ erwiederte der andere,„und ein guter Soldat muß frühzeitig gehorchen lernen.“
„Das iſt wahr,“ geſtand Morland zu,„übri⸗ gens, Du weißt, ich ſchmeichle nicht, ſeid Ihr alle Drei recht liebe Jungens; Euer Alter iſt in der That zu beneiden. Wohlan, er ſoll leben, mein alter Schul⸗ und Zeltkamerad; wir ſtanden mein Lebetag gut mit einander. Stoß an, Guiſeppe.“
„Und auch du, gute Mutter,“ fügte der gute Sohn hinzu.
„Soll auch mit leben,“ rief der Sergeant,„alle mit einander, die ganze Familie Maillebois.“
Die Gläſer klangen diesmal herzhafter zuſammen, und auf Morland's Rath mußten ſie bis auf den Grund geleert werden, weil ſonſt die ausgebrachte Geſundheit nichts helfe.
Der Sergeant machte ſo eben die Nagelprobe, als an dem einen Fenſter, das durch einen Laden ver⸗ ſchloſſen war, ein leiſes Klopfen vernehmbar ward.
„Hörtet Ihr nichts?“ frug Guiſeppe,„ich dächte, es hätte an den Laden geklopft.“
„Was wird's geweſen ſein,“ antwortete Morland mit vielem Gleichmuth,„der Wind, nichts weiter.“
Guiſeppe lauſchte, da klopfte es zum zweiten Male und etwas ſtärker.
„Nun, das war nicht der Wind,“ ſprach Gui⸗ ſeppe aufſtehend und nach der Thür ſchreitend.
„Allerdings,“ bemerkte Morland,„das war der Wind nicht.“
„Wenn übrigens noch Saufauſe einſprechen ſoll⸗ ten,“ fuhr er in den Topf guckend fort,„ſo würde


