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die Fahnen wurden geſchwenkt, die Trommeln wirbel⸗ ten, die Trompeten ſchmetterten, aus weiter Ferne klangen die Donner unſerer Avantgarde, welche die Trümmer der öſtreichiſchen Armee verfolgte, und bald loderten die Feuer unſrer Bivouaks zu dem ſchönen Nachthimmel Italiens empor. Siehſt Du, Seegardiſte, das nennt man Krieg.“—
Aber je länger der Sergeant auf dieſe Weiſe er⸗ zählte, deſto aufgebrachter wurde Guiſeppe.
„Es iſt zum Raſendwerden,“ rief er erboſt, mit der Hand auf den Tiſch ſchlagend,„ſolche herrliche Dinge erlebt man heutzutage gar nicht mehr. Ich muß Euch offen geſtehen, daß ich dieſes müßige La⸗ gerleben herzlich ſatt habe. Es iſt zum Verzweifeln, dieſe Rothröcke fahren uns da Tag für Tag wie zum Hohne vor der Naſe herum und gleichwohl können oder dürfen wir ſie nicht packen.“
„Laß nur den Kaiſer erſt Alles hübſch arrangirt haben,“ tröſtete Morland,„dann giebt's einen Hauptſchlag, darauf verlaß Dich. Dermalen reiſt er im Rheingau und cajolirt die kleinen deutſchen Für⸗ ſten, um eine Schutzmauer zu haben gegen Oeſtreich und Preußen, welchen beiden nie zu trauen iſt. Hat er aber einmal den Ricken frei, dann, haſt Du nicht geſehen, auf den Engländer. Dieſe Tage iſt er in die Gruft zu Kaiſer Karl dem Großen hinabgekro⸗ chen; Seegardiſte, Hiſtoriker, weißt Du, wer dieſer Karl war?“
„Ei ja wohl,“ erwiederte Guiſeppe,„er herrſchte über Frankreich und Deutſchland zugleich.“
„Sehr richtig, mein Sohn,“ fuhr Morland fort,„nun ſiehe, dieſe Doppelherrſchaft mag dem Kaiſer gefallen. Drum hält er auch große Stücke
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