Teil eines Werkes 
20. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 1. Band (1854)
Entstehung
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Einſamkeit in die Welt getreten iſt; ſie hat ſich noch ganz die rührende Kindlichkeit bewahrt, welche ſo tief⸗ ſinnig zum Herzen ſpricht, und ſich gegen die raffi⸗ nirteſte Coquetterie wie Diamant zu einem geſchlif⸗ fenen Glaſe verhält. Indeß fürchte ich, daß ſich's ihre gnädige Tante angelegen genug ſein laſſen wird, das holde Naturkind alsbald zur faſhionablen Salon⸗ dame umzubilden.

Das engelgute Herz wird ſich darum nie ver⸗ leugnen können, verſetzte Armand mit vieler Wärme.

Die beiden Freunde unterhielten ſich noch geraume Zeit über Florentinen. Armand konnte ſeiner Gefühle nicht ganz Meiſter bleiben, er ſprach ſich mit ſolchem Intereſſe aus, daß es Rochambeau nicht lange verborgen bleiben konnte, wie ſein Freund vom geflügelten Gotte ſehr ſicher getroffen ſei.

Eine Polonaiſe, die ſich ſo eben in mannigfachen Windungen durch den Saal bewegte, brachte die bei⸗ den jungen Männer auseinander. Armand hatte jetzt nichts Wichtigeres zu thun, als ſeinen vorhin gefaßten Entſchluß in Ausführung zu bringen. Die Zeit drängte; er bedachte, daß er bereits morgen Boulogne verlaſſen müſſe. Sonach beſchloß er denn, den Ball zu verlaſſen, nach Hauſe zu eilen, und die ganze Angelegenheit mit Frau von Ppitiers ſchrift⸗ lich dem General Junot zu berichten.

Vorher jedoch konnte er nicht umhin, den Lieb⸗ ling ſeiner Seele noch einmal zu ſehen und von ihm Abſchied zu nehmen. Er mußte ſich gedulden, bis die Polonaiſe zu Ende war, welche Florentine mit einem alten benarbten Oberſten der Kaiſergarde tanzte. Obſchon dieſer Tanz nicht länger währte, als die Regel vorſchrieb, ſo kam er doch Armand diesmal wieder wie eine Ewigkeit vor. Kaum waren daher