Teil eines Werkes 
20. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 1. Band (1854)
Entstehung
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daß dieſer wackere und erfahrne Krieger, da er mit Frau von Poitiers ſehr befreundet ſchien, Alles anwenden werde, die Gefahr, welche von Seiten der fanatiſchen Royaliſtin dem Haupte des Kaiſers drohte, zu beſeitigen, ohne die Frau von Poi⸗ tiers unmittelbar den Kriegsgerichten in die Hände zu liefern. Dem General ſelbſt mußte es ſehr er⸗ wünſcht kommen, wenn Armand dieſen Weg ein⸗ ſchlug, weil er außerdem leicht ſelbſt auf das Em⸗ pfindlichſte compromittirt werden konnte.

Von dieſem Gedanken etwas beruhigt, kehrte er nach dem Tanzſaale zurück, weil ſein Herz ihn un⸗ willkürlich zur Geliebten zog. So wie er eintrat, be⸗ merkte ihn Florentine ſogleich und lächelte ihm in ihrer Unſchuld holdſelig entgegen. Der junge Ro⸗ chambeau ſtand noch bei ihr.

Nun, alter Freund, frug dieſer, als Armand wieder hereingetreten war,was hatte denn der Mar⸗ ſchall ſo Eiliges?

Wir werden uns auf kurze Zeit trennen müſſen, erwiederte der Gefragte,ich reiſe morgen bis auf weitere Ordre nach der Hauptſtadt.

Du Glicklicher, ſeufzte Rochambeau,wer Dich begleiten dürfte; ich muß offen geſtehen, daß mir das Lagerleben nach gerade recht langweilig wird, ſo daß ich eine wahre Sehnſucht nach dem guten Paris empfinde, wo ſich's doch beſſer leben läßt als hier.

Nach Paris reiſen Sie? frug Florentine und holde Freude überſtrahlte das anmuthige Mäd⸗ chenantlitz,das iſt ja recht ſchön; auch wir kehren morgen dahin zurück, da beſuchen Sie uns doch ein⸗ mal, nicht wahr?

Armand betheuerte, und zwar aus Herzens⸗