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eintrifft, wo Sie dann derſelben perſönlich Bericht er⸗ ſtatten werden, ob Sie in der Hauptſtadt glücklicher geweſen ſind, als hier. Wenigſtens verhoffen wir dies. Sie werden daher morgen Mittag abreiſen. Dem Balle können Sie übrigens noch ſo lange beiwohnen, als es Ihnen beliebt.“
Der Marſchall winkte und Armand war entlaſ⸗ ſen. Da entſtand in ſeiner Bruſt ein zwar nur au⸗ genblicklicher, aber furchtbarer Kampf. Sein Gewiſſen ſagte ihm, daß diesmal der Marſchall Recht habe, wenn er unzufrieden mit ihm ſei, und er war einen Augenblick unſchlüſſig, ob er die Anweſenheit der Frau von Poitiers auf dem Balle dem Marſchall nicht entdecken ſolle. Schon öffneten ſich ſeine Lip⸗ pen zu dem entſcheidenden Bekenntniß, zu der Anklage auf Tod und Leben, als Florentinen's Bild in ſeinem Innern auftauchte, ſo daß ihm das Wort auf der Zunge erſtarb. Er verneigte ſich ſtumm und ver⸗ ließ den Salon.
Von den ſich widerſtrebendſten Gefühlen über⸗ mannt, eilte er halb bewußtlos durch mehre der be⸗ nachbarten Säle, um zu einem Entſchluß zu gelan⸗ gen. Er zerarbeitete ſich das Gehirn nach einem Aus⸗ kunftmittel, wie es ſich mit ſeinem Gewiſſen vereini⸗ gen laſſe, wenn er die Anweſenheit der Frau von Poitiers nicht verrathe. Er wandelte nach einem der äußerſten Zimmer, das von Niemandem beſucht war. Hier ſank er ermattet in die Ecke eines So⸗ pha's und bedeckte das Geſicht mit beiden Händen.
Eine geraume Zeit verblieb er in dieſer Stellung; endlich ſprang er auf, ein glücklicher Gedanke hatte ſein Innerſtes durchleuchtet. Er wollte den General Junot, dieſen getreuen Freund des Kaiſers, zu ſeinem Vertrauten machen. Es ließ ſich vorausſehen,


