Teil eines Werkes 
20. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 1. Band (1854)
Entstehung
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Die Muſik ſchwieg; Armand führte ſeine Flo⸗ rentine, die wie eine junge Roſe blühte, nach ih⸗ rem Sitze zurück.

Er ſchaute auf die Holderglühte, die ſich mit einem kleinen Perlenfächer Kühlung zuwehte und da⸗ bei zu dem beglückten Jüngling mit ihren ſchönen frommen Augen ebenfalls recht glücklich aufblickte.

Noch immer glaubte er zu träumen, als ihn ein leiſes Klopfen auf die Schulter an die Wirklichkeit mahnte.

Er wandte ſich, und vor ihm ſtand Herr von Rochambeau.

Der Marſchall Soult ſchickt mich ab, ſprach dieſer,er erwartet Dich unverzüglich im dritten Salon rechter Hand.

Bei dem Namen dieſes Marſchalls ward Armand nicht eben wohl zu Muthe. Der unverhoffte Befehl machte ihn ſtutzig. Er empfahl ſich daher Floren⸗ tinen. Sie verneigte ſich mit aller Lieblichkeit, noch einmal traf ihr Blumenblick ſein Auge, und fort ſtürzte er von den ſeltſamſten Gefühlen bewegt.

In dem etwas abgelegenen Salon, Nummer drei, ſchritt der Marſchall Soult ganz allein auf und ab. Er hielt einen kleinen Papierſtreifen in der Hand, in welchem er zu leſen ſchien. Als Armand eintrat, drehte ſich Seine Exeellenz raſch nach ihm um und ſprach in nicht ganz freundlichem Tone:

Da es Ihnen hier im Lager durchaus nicht ge⸗ lingen will, einen der Verſchwörer anſichtig zu wer⸗ den, von welchen Sie doch behaupten, daß es Ihnen nicht ſchwer fallen würde, dieſelben ſogleich wieder zu erkennen, ſo iſt es der Wille des Kaiſers, daß Sie ſich unverzugs nach Paris begeben und dort ſo lange verweilen, bis Seine Majeſtät von ihrer Reiſe daſelbſt