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von einer Schnur weißer Perlen umgürtet, umwogten in reizender Natürlichkeit das holdſelige Antlitz.
Armand beneidete von ganzer Seele ſeinen Freund, welcher dieſe zartgeformte Hand erfaſſen durfte. Zum erſten Male in ſeinem Leben keimte eine leiſe Eiferſucht in ſeiner Bruſt. Seine Blicke waren wie von Zauberhand geleitet, nur auf Flo⸗ rentinen gerichtet, die auch im Tanze jene Liebens⸗ würdigkeit entfaltete, welche ihr ganzes Weſen um⸗ ſchwebte. Nicht ein leiſer Anklang von Coquetterie war zu bemerken; aber eben dieſe Natürlichkeit ge⸗ wann ihr alle Herzen.
Mehre Stabsoffiziere, die Armand nicht kannte, und welche neben ihm ſtanden, ſchienen ebenfalls gro⸗ ßes Intereſſe an der holden Erſcheinung zu nehmen, wenigſtens ging dies aus ihrem Geſpräche hervor.
„Ein wahrer Engel,“ ſprach der Eine,„wer ſie nur ſein mag? Von Boulogne iſt ſie nicht; die da⸗ ſigen Schönheiten kenne ich ſo ziemlich.“
„So viel mir bekannt,“ antwortete der Andere,.
„iſt es eine Nichte der Gräfin von Schönburg, die dort mit dem General Junot tanzt; cbenfalls eine ſehr ſchöne Frau.“.
„Der Name klingt nicht franzöſiſch.“
„Es iſt auch keine Franzöſin, ſondern eine Wie⸗ nerin, obſchon man darauf ſchwören wollte, ſie ſei in Frankreich geboren.“
Der eine Stabsoffizier richtete auf dieſe Worte ſeine Lorgnette nach dem Quarré, in welchem Junot mit der ſogenannten Gräfin von Schönburg tanzte.
„Die Tante,“ ſprach er nach einer Pauſe,„macht der Nichte keine Schande, blendende Schönheit und grazienhafter Wuchs; aber wie kommt eine Wienerin nach Boulogne?“


