Teil eines Werkes 
20. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 1. Band (1854)
Entstehung
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höhern Grade. In welche unglückſeligen Conflicte war er gerathen. Florentine, dieſes himmelvolle Weſen, in welcher ihm ein neues ungeahntes Daſein aufgegangen, das Ideal ſeiner Träume, Florentine, in welcher er einen Genius, einen Engel Gottes ver⸗ ehrte, Florentine, für die er freudig Blut und Le⸗ ben zum Opfer gebracht hätte, dieſe war vielleicht die Tochter jener Mutter, welche er in Bereitſchaft ſtand dem Blutgerüſte zu überliefern.

Neue Paare, die zum Tanzſaal eilten, wo die Muſik ſo eben die Introduction zu einer neuen Fran⸗ caiſe aufſpielte, ſtürmten an Armand vorüber. Er ward mechaniſch mit fortgezogen. Da ſah er ſoeben, wie einer ſeiner Kameraden, ein Adjutant des Ge⸗ neral Junot, Rochambeau mit Namen, mit dem er befreundet war, Florentinen nach dem Saale führte, während der General ſelbſt die Frau von Poitiers für den beginnenden Tanz engagirt hatte.

Jetzt kümmerte ſich Armand weniger um die hohe Generalität, welche wieder die Saalthüre zu be⸗ lagern begann und er ſuchte, es koſte was es wolle, einen Stehplatz im Saale ſelbſt zu gewinnen, um nur Florentinen tanzen zu ſehen. Nach wiederholt miß⸗ lungenen Verſuchen gelang es ihm auch. Er traf gerade in dem Augenblicke ein, wo die Frangaiſe ih⸗ ren Anfang nahm. Wenige Schritte vor ihm ſchwebte Florentine wie die Erſcheinung einer ſchönern Welt rhythmiſch hin und wieder. Je länger der Jüngling dem Tanze zuſchaute, deſto mehr verliebte er ſich in den Engel. Sie ging einfach aber reizend gekleidet. Ein gazeartiges Roſakleid umſchloß die von Meiſter⸗ hand gezeichneten Formen. Die ſeidnen Locken, blos