an ſich gebracht hatte, gab es ſeit einigen Tagen, wo der junge Armand, der älteſte Sohn des Ve⸗ teranen nach beendigtem Studium und glänzendem Exramen von dem Lyceum heimgekehrt war, finſtere Geſichter. Maillebois beſaß nämlich außer dem ſchönen braungelockten Armand noch zwei Söhne, den treuherzigen Guiſeppe, das Ebenbild des Va⸗ ters, ſiebzehn Jahre zählend, und den kleinen drolli⸗ gen ſechzehnjährigen Napoleon.
Als ſich der Alte in Aegypten von damaligen Ge⸗ neral Bonaparte verabſchiedet, hatte er zu dieſem wie er in der Folge ſehr oft erzählte, alſo geſprochen: „Du ſiehſt, Bürger⸗General, wie mich die Damas⸗ eener der Mamelucken zugedeckt haben; im Kriege bin ich Dir nichts mehr nütze, aber zu Hauſe in Mer⸗ ville laufen mir drei prächtige Jungen herum, die will ich Dir erziehen und bringen, ſobald ſie flügge geworden.“ Darauf hat ſich der Bonaparte eines Nähern nach den Knaben erkundigt, und Maille⸗ bois iſt hauptſächlich voll des Lobes geweſen über ſeinen Armand, der als geſcheuter und offener Kopf in ganz Merville bekannt war.„Wohlan,“ hat der General geantwortet,„ſo muß er ſtudiren, ich werde dafür Sorge tragen; hauptſächlich ſoll er Deutſch lernen, damit er mir nützlich iſt, wenn ich Krieg führe im grünen Deutſchland.“ Mit dieſen Worten hat Bonaparte ein Zeichen gemacht, daß Mail⸗ lebois entlaſſen ſei; dieſem aber hat noch eine Bitte auf dem Herzen gelegen.„Bürger⸗General,“ find ſeine Worte geweſen,„noch eine Bitte mußt Du mir gewähren, bevor ich Dich verlaſſe. Mein jüngſter Junge, ein charmantes Kerlchen, Du ſollteſt es ken⸗ nen, heißt Chrispin. Er hat den Namen eigentlich vom Großvater; aber ich kann die Kalenderheiligen


