Teil eines Werkes 
19. Band, Camelien : Novellen und Erzählungen : 2. Band (1854)
Entstehung
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ner, ob der Schändlichkeit dieſes Menſchen, ehrliche Leute vom rechten Pfade zu verlocken, und ich rief erboſt:Und ich bin doch kein Republikaner, der Teufel hole die Republik!

Ueber das Geſicht des Inquiſitors flog ein leich⸗ tes Lächeln.Daß Sie kein Republikaner ſind, mag glaubbar erſcheinen; aber hier erhob ſich ſeine Stirne zu furchtbarem Ernſt Sie ſind Carliſt!

Ich, ein Carliſt?! rief ich entſetzt, und ſtreckte, das Gegentheil zu bezengen, alle zehn Finger zum Himmel.

Haben Sie nicht auf die Geſundheit Heinrich des Fünften angeſtoßen?

Ich dachte bei mir, das kann der Spitzbube von Spion nicht gehört haben, denn es geſchah ganz leiſe: alſo friſch geleugnet.

Der Inquiſitor klingelte von Neuem, aber ganz Paris mußte ſich gegen mich verſchworen haben. Wer trippelte herein? Das ſüßlächelnde Teufelsge⸗ ſicht, mein Carliſt, der ſo freundlich unter vier Au⸗ gen die Geſundheit Heinrich des Fünften mir zu⸗ gebracht hatte. Auch er zeugte jetzt gegen mich. Auch er war Polizeiſpion.

Ich verwünſchte das Menſchengeſchlecht von Adam und Eva an, das ſolche Polizeiſpione hervorgebracht. Ich fluchte auf die Republikaner und Carliſten. Half Alles nichts, man transportirte mich in's Gefängniß.

Da ſaß ich denn, ich unglücklicher Muſikus, wohl⸗ verwahrt in der Conciergerie. Von hier ging's un⸗ fehlbar nach der Guillotine, der Galeere oder ſonſt wohin. Die Todesangſt erfaßte mich, ich ſtand noch in meinen beſten Jahren, konnte noch ſo viel Gutes ſtiften auf der ſchönen Erde. Ich faßte mir alſo ein Herz, der Gedanke kam mir von oben, ſchrieb meine