Teil eines Werkes 
19. Band, Camelien : Novellen und Erzählungen : 2. Band (1854)
Entstehung
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Alles ſo unbemerkt und kurz wie möglich abzumachen, denn im Geiſte ſah ich überall Guisquet mit ſei⸗ ner Nobelgarde.

„Aus!“ herrſchte mir jetzt der tolle Republikaner zu, als ich mein Glas nicht geleert hatte.„Auch Rv⸗ bespierre mußte heut vor neun und dreißig Jahren den bittern Kelch bis zum letzten Tropfen leeren.“

„Der Satan hole den Kerl mit ſammt ſeinem Robespierre!“ dachte ich in der Angſt meines Herzens und leerte das Glas in einem Zuge.

Jetzt ergriff der Unſinnige unſere beiden Gläſer und ſchmetterte ſie auf den Parketboden, daß ſie in

hundert Scherben zerſprangen, welches einen hölliſchen

Lärm verurſachte.

Ich dachte im erſten Augenblick, der Wüthrich ſei verrückt geworden, und wollte mich eben artig erkun⸗ digen, ob es mit Seiner republikaniſchen Herrlichkeit rapple, als Dieſelbe ihre herviſche That motivirte und dem anweſenden Publiko erklärte:„daß aus ei⸗ nem Glaſe, woraus des großen Robespierre Ge⸗ ſundheit getrunken worden, hinfort kein Sterblicher trinken dürfe.“ Und das geſchah Alles ſo laut, als hätte es ganz Paris hören ſollen.

Im Stillen verwünſchend, dem Rathe meines Landsmanns nicht gefolgt zu ſein, ſuchte ich nach meinem Hut und Stock, als mich zu meinem nicht geringen Schrecken ein freundlicher Carliſt ſanft beim Arme faßte und zu ſeinem Tiſche führte.

„Ich habe Ihnen lange angeſehen,“ begann er ſeinen Sermon,„wie Ihnen die republikaniſchen Grundſätze wenig zuſagen. Sie find zu gebildet, zu erfahren, um auf die planloſen Hirngeſpinnſte dieſer jungen Leute Etwas zu geben. Wenn dieſe jeune