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ſpritzte,„ja, heute ſollten eigentlich Paris, Frank⸗ reich, Europa einen dreifachen Flor anlegen, denn heute iſt jener unſelige 10. Thermidor, wo vor neun und dreißig Jahren die Republik mit Robespierre zu Grabe getragen ward. Geſtern war es, wo er, überſtimmt von dem mit Blindheit geſchlagenen Con⸗ vent nicht zum Worte kommen konnte, und mit den Worten den Saal verließ: Die Schurken ſiegen, die Republik iſt verloren! Und ſo war es. Nie wurde ein wahrhafteres Wort geſprochen. Die Republik war verloren, die glorreich erkämpfte, von den Sec⸗ tionen von Paris am ewig denkwürdigen 10. Au⸗ guſt!“ Ich horchte mit andächtiger Miene auf das neue Evangelium. Der Republikaner aber hielt mich ſchon für gewonnen, entkorkte eine neue Flaſche und füllte die Gläſer.„Aber nicht für immer verloren!“ fuhr er fort.„Die Republik, die heute vor neun und dreißig Jahren in ihrem Erſten großen Apoſtel auf der Guillotine blutete, iſt zwar lange Jahre be⸗ graben, aber darum nicht geſtorben, ſo wie ihr Pro⸗ phet Robespierre nicht vergeſſen. Angeſtoßen Ei⸗ toyen, Robespierre lebe!“
Dieſer Tvaſt kam mir denn doch etwas gewagt vor und ich konnte mich nicht gleich entſchließen, Be⸗ ſcheid zu thun. Ich nieſte in der Verlegenheit und hoffte loszukommen, aber der verzweifelte Republika⸗ ner ſtand nicht ab. Sein mordfunkelnder Blick ver⸗ kündete nichts Gutes. Da dacht' ich bei mir: der verwünſchte Kerl fängt Spektakel an, wenn du dich nicht fügſt; mit den Wölfen muß man heulen, und der Herr Advokat Robespierre wird ja, Gott ſei Dank, nicht lebendig davon, wenn ich ihn auch zehnmal leben laſſe. Ich ergriff alſo curagös das Glas, ſtieß an und nippte ein Wenig. Dabei war ich ſo vorſichtig,


