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auch weiter nichts für ihn thun, als daß er ihn noth⸗ dürftig unterſtützte, denn in der Länge der Zeit hatte ſich bei ihm ſelbſt reichlicher Kinderſegen eingefunden.
Eines Tages eilte Eduard nach der Pvoſthalterei, um neuen Verdienſt zu ſuchen, denn es war Sitte, daß diejenigen, welche Bedienung und namentlich Lohnſchreiber ſuchten, ihr Begehren in der Hausflur des Poſthauſes an eine daſelbſt befindliche ſchwarze Tafel anſchlugen. Vergebens irrten die Blicke des vom Schickſal Hartgeprüften die ſchwarze Tafel auf und ab. Es war kein Geſuch angeſchlagen und ſchon war Eduard im Begriff, traurig den Rückweg anzu⸗ treten, als ein Menſchenhaufe ſeine Aufmerkſamkeit auf ſich zog, der um eine große Kiſte geſchaart ſtand. Die obere Fläche der Kiſte führte nämlich die Adreſſe eines Handelshauſes, das längſt verſchollen war. „Dem wohledeln und hochachtbaren Kauf⸗ und Handelsherrn, Herrn Jacob van der Weſten,“ lautete die Aufſchrift. Die ehemalige Wohnung des vor mehrern Jahren als bankerott ver⸗ ſtorbenen Kaufmanns war genau angegeben.
Eduard zitterte am ganzen Leibe, als er die Adreſſe ſeines Vaters erblickte. Er eilte athemlos zu ſeinem zweiten Vater, dem Geiſtlichen. Dieſem kam die Sache ebenfalls ſo wunderbar vor, daß er ſie an⸗ fänglich nicht glauben wollte. Er begab ſich nach der Poſt und nachdem auch er die geheimnißvolle Kiſte in Augenſchein genommen, trug er als ehemaliger Vormund Eduard's darauf an, daß ſie bis auf Wei⸗ teres bei den Gerichten deponirt wurde.
Dem einzigen Sohne des verſtorbenen Jacob van der Weſten konnte als rechtmäßigen Erben die ge⸗ heimnißvolle Kiſte nicht vorenthalten werden. Sie ward in Gegenwart Eduard's, des Geiſtlichen und


