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ter dem Walde hervor und in demſelben Augenblicke ſchlug der Graf die Augen auf.
„Wo bin ich?“ frug er mit matter Stimme.
„In Ihrem Schloſſe,“ antwortete Cornelius.
„Alſo nicht geſtorben?“ ſprach Falkenſtein und athmete tief auf.
„Sie ſind durch den ſanften Schlaf von Ihrer ſeltſamen und gefährlichen Idee geheilt worden,“ meinte der Arzt.
„Ja,“ hub der Graf mit bewegter Stimme an, „geheilt und gerettet an Leib und Seele. Jetzt erſt glaube ich an Träume, denn durch ſie hab' ich mein Heil gefunden.“
Nach einer Pauſe fuhr er fort:
„Mein Vater iſt mir abermals erſchienen, aher nicht zürnend und fluchend wie früher, ſondern hei⸗ tern Antlitzes und voller Milde.„Du haſt gebüßt, mein Sohn,“ ſprach er,„dieſe Prüfung wird Deine Beſſerung ſein. Du ſollſt noch ferner leben auf Er⸗ den, denn Du haſt noch vieles gut zu machen, was Du früher böſe gemacht haſt. Bedenke, Gott zürnt nicht ewig, und ein reuiger Sünder iſt ihm ſo lieb wie der Gerechte. Lebe wohl. Erſt nach langen Jahren ſehe ich Dich wieder; aber nicht auf Erden.“ Mit dieſen Worten verſchwand mein Vater und bald dar⸗ auf bin ich erwacht.“
Der Graf von Falkenſtein erhob ſich nach dieſen Worten halben Leibes auf ſeinem Lager. Er reichte ſeine Hand dem daneben ſitzenden Arzte.
„Vor Allem Ihnen meinen innigſten Dank, edler Freund; wären Sie nicht erſchienen, ich hätte in ver⸗ zweiflungsvollem Wahnſinne eine irdiſche Hölle mit einer ewigen vertauſcht.“


