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Cornelius erfüllte ſeinen Wunſch, indem er ihm einige leichte Reizmittel namhaft machte.
„Wohlan, Doctor,“ ſprach der Graf und ein unheimlicher Schatten flog über ſein gebräuntes Ge⸗ ſicht,„ſo wollen wir ſehen, wer da mächtiger iſt, jene langweilige Maſchinerie, die wir Natur nennen, oder der freie, denkende Geiſt, in dem der gewaltige Wille lebt.“
„Es iſt der Kampf der Ohnmacht mit der All⸗ macht,“ erwiederte der Arzt,„in welchem Sie bald unterliegen werden.“
„So ſei wenigſtens der Verſuch gewagt,“ meinte der Erſtere,„und Sie ſollen erſtaunen, bis zu wel⸗ cher Höhe ich's zu bringen im Stande bin.“
Er entfernte ſich nach dieſen Worten mit einigen kalten Höflichkeitsformeln und kehrte nach ſeinem Schloſſe zurück.
Cornelius, welcher dem Grafen bis an ſein Hof⸗ thor das Geleit gegeben, ſchaute dem haſtig Dahin⸗ ſchreitenden eine Zeit lang nach.
„Ohnmächtiger Frevler,“ ſprach er für ſich,„ver⸗ ſuche es, jenem ehernen Rade in die Speichen zu greifen, und es wird Dich zermalmen, ehe Du Dir es verſiehſt.
„Aber ſonderbar bleibt dieſer Traum,“ fuhr er nach einer Pauſe ſinnend fort,„wer wollte hier eine rächende Nemeſis verkennen?“
Als der Abend hereinbrach und die blühende Erde tiefer in das ahnungsreiche Grab der Schatten hin⸗ abſank, ward es allmälig lichthell auf dem Falkenſtein. Alle Fenſter waren erleuchtet und in dem großen Saale flammten ſonnenhafte Girandolen. Feenhaft


