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der Buchen und Eichen hervorblickten, ſchienen mit weniger Sorgſamkeit gebaut, und die zerſtreut liegen⸗ den Wohnungen zeigten von minderer Wohlhabenheit.
Der ganze Bezirk gehörte dem Grafen von Fal⸗ kenſtein, deſſen Schloß finſter und alterthümlich, einer Raubburg des Mittelalters ähnelnd, von einem jähen Felſenhange herabſchaute.
Die beiden Spaziergänger waren kaum auf das Gut zurückgekehrt, Cornelius befand ſich auf ſeinem Studirzimmer, als der alte treue Diener mit einer ſeltſamen Miene in's Zimmer trat, und den Grafen von Falkenſtein anmeldete, welcher den Arzt zu ſpre⸗ chen wünſche.
„Graf Falkenſtein?“ frug Cornelius, ſeinen Oh⸗ ren kaum trauend, denn er lebte mit dem Grafen, den er als unverträglichen Nachbar genugſam hatte kennen lernen, ſeit Jahren in gerichtlichem Zwieſpalte.
„Er ſelbſt,“ antwortete Bertram,„ich habe ihn in das Empfangzimmer geführt.“
Kopfſchüttelnd ſtand Cornelius auf, den unerwar⸗ teten Gaſt zu empfangen. So wie er eintrat, kam ihm der Graf mit widriger Freundlichkeit, der man das Gezwungene deutlich anſah, und mit ſchnellen Schritten entgegen.
„Beſter Doctor!“ rief er,„wie glücklich preiſ ich den Augenblick, unſere zeitherigen Differenzen auf freundnachbarlichem Wege ausgleichen zu können. Wenn es nicht weit früher geſchah, ſo waren die Grillen meines Vaters, der nun in Frieden ruht, die alleinige Urſache. Ich habe es daher nach dem Ableben des alten eigenſinnigen Mannes für eine der erſten Pflich⸗ ten gehalten, die Hand zur Verſöhnung zu bieten.“
Cornelius, den eine gewiſſe innere Unruhe des Grafen nicht entging, verbarg den Widerwillen, den


