Teil eines Werkes 
19. Band, Camelien : Novellen und Erzählungen : 2. Band (1854)
Entstehung
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dem Kragen des Oberrocks verborgen hatte und der mit einem Tuche umwunden war, hervor.

Verſengt ein wenig, lächelte der Jüngling, weiter Nichts. Als ich Chriſtelchen, das jüngſte von Lindner's Kindern, das man in der Beſtürzung und Eile vergeſſen hatte, aus der Kammer holte, leckte die Flamme bereits nach der Wiege, worin das Kind lag.

Und Deine Locken ſind auch verletzt, fuhr Theo⸗ dolinde mit ängſtlicher Sorgſamkeit fort.

Nicht der Rede werth, verſetzte Alban; Corne⸗ lius aber gebot der Tochter, einen Verband von Baum⸗ wolle zu beſorgen.

Das Mädchen eilte in das Herrnhaus zurück; Alban wandte ſich zum Pflegevater:Wir müſſen durchaus, ſprach er,morgen in aller Frühe einen Spaziergang machen, lieber Vater, Du ſollſt Deine Freude haben, wie das Gewitter die ganze Gegend nach der vierzehntägigen Dürre erquickt hat.

Unterdeß war auch die rettende Dienerſchaft mit⸗ ſammt der abgebrannten Winzerfamilie nach dem Gute gekommen.

Cornelius begab ſich nach dem grünen Platze un⸗ ter der Linde, wo er von den Winzersleuten mit Dankesthränen empfangen ward. Er nahm den alten Lindner mit ſich auf ſeine Stube.

Hier iſt Etwas für die erſten Bedürfniſſe, ſprach er, dem freudig Ueberraſchten eine Geldrolle in die Hand drückend.Für das erforderliche Bau⸗ holz werde ich ſorgen. Ich ſtelle mir eine Bedin⸗ gung dafür: daß Ihr das neue Haus mit Ziegeln deckt und nicht wieder mit Stroh.

Der Beſchenkte verließ überglücklich ſeinen Wohl⸗