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Die zeitherigen Erbangelegenheiten hatten dem Se⸗ cretair nicht erlaubt, ſeinen Beſuch auf Friedrichshof zu wiederholen, wie ſehr ſein Herz jenen Morgenber⸗ gen zuſchlug. Seit er in Erfahrung gebracht, daß ein eingeborner Engel daſelbſt wohne, dachte er nur mit Zagen an einen abermaligen Beſuch. Er erin⸗ nerte ſich mit Schrecken an ſeine Grobheit, das ihn anſchauende Fräulein nicht begrüßt zu haben, und be⸗ griff nicht, wie er ſich mit einer Entſchuldigung herausfinden ſollte, wenn er Klotilden auf Friedrichs⸗ hof vorgeſtellt wurde. Mit Dienerſchaft und Kutſcher war er wegen des Trinkgelds auf's Reine. Er hatte ſich ſehr honnet abgefunden und ſomit eine ſchwere Laſt von der Bruſt gewälzt. Dafür lag der Gedanke an ſeine Grobheit wie ein Vorgebirge auf ihm.
Als er ſo mit ſich ſelbſt unzufrieden dahin wan⸗ delte, ward plötzlich ſeine Aufmerkſamkeit durch einen Wagen rege gemacht, der eiligſt die Straße daher rollte. Der Secretair, welcher ziemlich leuteſcheu war und namentlich, wenn er ſich im Frühlinge erging, gern ungeſtört war, wollte ſo eben in's düſtre Ge⸗ büſch flüchten, als er ſeinen Namen rufen hörte. Er blieb ſtehen und erkannte mit freudigem Schrecken den jungen Victor, welcher in dem Wagen daher kam. Auf dem Kutſcherſitze thronte der bekannte Niklas.
Gamaliel, von der Tarantel der Höflichkeit ge⸗ ſtochen, machte augenblicklich rechtsumkebrt und eilte ſpornſtreichs dem Wagen zu, welcher anhielt. Er mußte ſofort einſteigen und ward von dem jungen Morand mit freundſchaftlichen Vorwürfen in Menge überhäuft, daß er ſo wenig Wort gehalten und Fried⸗ richshof nicht wieder beſucht habe.
Der Secretair entſchuldigte ſich mit ſeinen Erb⸗ angelegenheiten, worauf ihm Victor mit der Frage
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