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Fahrt überhaupt unternehmen werde, ſo hatte ſich Frau Urſula in ihrer Bedrängniß an ihre Anbeter gewandt.
Mit dem Papiermüller war gleich gar nichts an⸗ zufangen, bei dem war Hopfen und Malz verloren. Seine ſonſt nicht ergiebige Phantaſie war bei dem Gedanken an eine ſolche Reiſe außerordentlich ſpen⸗ dabel und malte ihm alle erdenkbare Gefahren, Men⸗ ſchenfreſſer, Feueranbeter, fabelhafte Götterthiere aus der Offenbarung Johannis, drei⸗ und ſiebenköpfige Ungeheuer mit den coloſſalſten Schwänzen, der Erd⸗ beben und Vulkanausbrüche nicht zu gedenken.
Auerhahn, den das zweite Codicill äußerſt mali⸗ tiös geſtimmt hatte, weil dadurch ſeine Divinations⸗ gabe eine große Niederlage erlitten, ſprach ſich noch ungeberdiger über die Zumuthung aus, nach einem Lande unter Segel zu gehen, deſſen Exiſtenz er gar nicht zugeſtand. Er begab ſich hinter ſeine Spritzen und Schläuche in Sicherheit und meinte, ſein ange⸗ brachtes Geſchäft könne er wegen der paar lumpigen Ducaten nicht vernegligiren.
Der Gotteskaſtenvorſteher, welcher auf ſeinen Karten den Weg nach Kabul ausgerechnet hatte, erſchrak ob der enormen Weite. Er behauptete, daß wer nicht geographiſche Kenntniß beſitze, ſich von ſolch einer Reiſe ſchlechterdings keinen Begriff machen könne.
Urſula ließ kein Mittel unverſucht, ihren Anbe⸗ tern die Vortheile einer ſolchen morgenländiſchen Reiſe in gehöriges Licht zu ſetzen.
„Es unterliegt keinem Zweifel,“ ſprach ſie zu Auerhahn,„daß Ihre Spritzen und Schläuche in Ka⸗ buliſtan eine völlig unbekannte Erfindung find. Sie können ſpielend ein Geſchäft machen, ſo glänzend wie kein früheres, abgeſehen von dem Ruhme, ein Wohl⸗ thäter jener Gegenden zu werden. Wer weiß wie die


