Teil eines Werkes 
17. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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Der Satan mag wiſſen, ſprach er zornig für ſich,wer bereits die Angel nach Hanno ausgewor⸗ fen, denn daß er ſelbſt auf das angebotene Darlehn Verzicht leiſtete, läßt mich das Aergſte befürchten. Es iſt doch eine verworfene, eigennützige Welt; vor dem Codicille wollte kein Menſch etwas von dem Komödianten wiſſen; ich war der einzige, der mit ihm in Verkehr ſtand und ihn fütterte; er wäre längſt verhungert, war ich nicht, und jetzt reißt man ſich um den Kerl. Ich muß wirklich das Aeußerſte auf⸗ bieten, um ihn zu erhalten. Er iſt leichtſinnig und achtet das Geld nicht. Ich bin überzeugt, es iſt mit ihm kein übel Geſchäft zu machen. Wenn ich ihm hundert Ducaten hinzähle, iſt er im Stande, mir das ganze Erbtheil abzutreten. Baar Geld lacht. Ich muß ſehen, was zu thun iſt; aber da iſt auch nöthig, daß ich ſchleunig dazu thue, ſonſt fällt er irgend einem Schnapphahne, wie wir leider die Menge haben, in die Hände.

Mit dieſen Worten eilte der edle Lagemann gra⸗ den Weges nach ſeiner Wohnung, um ſo viel Geld bereit zu legen, als er zu brauchen glaubte, um mit dem Heldenſpieler, wie er meinte, ein Geſchäftchen zu machen.

Faſt um dieſelbe Zeit als Lagemann bei Felicitas ſich als Mentor Gamaliel's anhot, hatte Frau Urſula ihre Noth mit den drei Freiern, welche ſie mit aller Gewalt nach Kabul treiben wollte, zu welcher weit⸗ läuſigen Reiſe aber keiner die geringſte Neigung ver⸗ ſpürte. Da es bei Gamaliel bei der fortwährenden Weigerung ſeiner Mutter, ihn von ſich zu laſſen, im⸗ mer unwahrſcheinlicher wurde, ob er die vrientaliſche

Stolle, ſämmtl. Schriften. XVII. 13