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noch am Leben ſei. Da dieſes nun nicht der Fall, ſo habe Herr Hanno für ſeine Perſon nicht den ge⸗ ringſten Anſpruch.
Der Heldenſpieler, nachdem er dieſe wahrhaft nie⸗ derſchlagende Erfahrung gemacht, wandelte mit ziem⸗ lich geſenktem Haupte ſeines Wegs, als er plötzlich ſeinen Namen rufen hörte. Er ſah ſich um und er⸗ blickte den gleichfalls um die Erbſchaftshoffnung be⸗ trogenen Wirth zur Stadt Magdeburg, welcher mit höchſt desperaten Geſichtszügen auf ihn zuſchritt.
In Lagemana's Augen galt Hanno noch für einen gemachten Mann, denn er ahnete nicht, daß es mit deſſen Erbſchaftsanſprüchen ſo miſerabel ſtehe. Er überwand ſeine zeither gefühlte Averſivn gegen den inſolventen Bühnenkünſtler und begann ihm den Hof zu machen, in der Hoffnung, ſich dadurch eines Theils der Hanno'ſchen Erbſchaft zu verſichern.
Dem Bühnenkünſtler, der ſogleich erkannte, wie hier der Haaſe laufe, ging unerwartet in dem Mag⸗ deburger ein neuer Hoffnungsſtern auf. Er faßte ſogleich den Entſchluß, von der für ihn ſo wohlthä⸗ tigen Unkenntniß des Hoteliers den möglichſten Nutzen zu ziehen. Er nahm daher die freundſchaftliche An⸗ näherung von Seiten Lagemann's ziemlich kühl ent⸗ gegen, worauf dieſer um Vieles wärmer wurde.
Das von Neuem offerirte Logis ſo wie comfor⸗ table Beköſtigung war der erſte Freundſchaftsſchuß, den Lagemann auf den vermeintlichen kabuliſtiſchen Erbtheilhaber abdrückte. Hanno wich ſchonend aus, war einſylbig, zurückhaltend, indirect ablehnend, wo⸗ durch Lagemann, der ſchon fürchtete, der Erbe könne mit ſeinen fünfhundert Ducaten im„wilden Manne,“ ſeinem Todfeinde, einfahren, nur verſeſſener auf ihn wurde. Er überſchüttete den Heldenſpieler mit Gunſt⸗


