Teil eines Werkes 
17. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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Es haben Millionen glücklich und zufrieden ge⸗ lebt, ohne das Morgenland geſehen zu haben, er⸗ wiederte ruhig die Mutter.

Aber wo ſich eine ſolche Gelegenheit darbietet, iſt es Sünde, von ihr keinen Gebrauch zu machen.

Es kann zugleich eine Gelegenheit ſein, auf Ab⸗ wege zu gerathen und den Untergang herbeizuführen.

Ein junger Menſch muß ſich verſuchen.

Aber nicht Gott verſuchen, ſchnöden Mammons halber.

Hätte der Hofmaler wie Du gedacht, ſo erbten wir gar nichts.

Was Einem glückt, kann Hunderten mißglücken.

Der weltfahrtluſtige Gamaliel, nachdem er mit all' ſeiner Beredtſamkeit nichts ausgerichtet, ſtand auf dem Punkte, an ſeiner eignen Mutter zum Rebellen zu werden, da that ſich die Thür auf und der Wirth zur Stadt Magdeburg, Herr Lagemann, trat in's Zimmer.

Der Secretair, obſchon Lagemann ſein Freund nicht war, trug ihm die zwiſchen ihm und ſeiner Mutter obſchwebende Streitfrage zur Begutachtung vor.

Dem Hotelier klangen die verweigernden Worte der Wittwe ſüß wie Honigſeim, denn er ſah den Grund wohl ein, warum Madame Drollinger ihren Einzigen nicht mutterſeelallein in die fremde Welt ſchicken wollte. Er hoffte daher, daß wenn er ſich für ſeine Perſon als Reiſegefährte und erfahrner Mann gegen billige Prozente anbiete, würde Felicitas mit geküßten Händen ſein Erbieten annehmen.

Lagemann ging daher, ſeiner eignen Natur zuwie⸗ der, einmal ſehr ruhig und ſeiner Meinung nach ſehr philoſophiſch zu Werke. Er ſprach von den mannig⸗ fachen Gefährlichkeiten einer ſolchen Reiſe und ſtimmte