Teil eines Werkes 
17. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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Flaminius brachte endlich in Vorſchlag, daß wenn jedes Mitglied des Stadtraths funfzehn Thaler er⸗ lege, die Koſten der Hin- und Herfahrt des Actuar

mit ſammt des Krokodills hinlänglich gedeckt zu ſein.

ſchienen.

Der Baumeiſter warf die Frage auf, ob Zeiſig gleichfalls gehalten ſein ſollte, als Rathsmitglied und Erbe die Reiſebeiſteuer zu entrichten?

Warum nicht, erwiederte der Bürgermeiſter, genießt er nicht die Annehmlichkeiten der Reiſe? Tau⸗ ſend andre Unverheirathete würden ſich um die Gele⸗ genheit reißen, ſo vieler Herren Länder zu ſehen.

Dieſe Antwort gab dem Horndrechsler wieder allen Anlaß, die heftigſte Oppoſition zu erneuern. Er ſprach ſich auf's Entſchiedenſte gegen dieſe Ungerechtigkeit aus und dann auch behauptete er, daß mit funfzehn Tha⸗ lern pro Perſon ſchlechterdings nichts auszurichten ſei. Funfzig Thaler müſſe der Mann wenigſtens zahlen und der Herr Bürgermeiſter hundert.

Dieſe letztere ihn betreffende Zumuthung war dem Conſul Flaminius außerm Spaße.

Wie ſo hundert? frug er im Tone des unwil⸗ ligſten Erſtaunens.

Sehr einfach, erwiederte Schlimper,weil Hoch⸗ dieſelben auch ein Drittel der ſogenannten Erbmaſſe percipiren und wir andern uns mit zwei Dritteln be⸗ gnügen müſſen.

Dieſes Argument ſchien den übrigen Beiſitzern ſo einleuchtend, daß ſich diesmal der eines all⸗ gemeinen Beifalls erfreute.

Man debattirte noch geraume Zeit, zu einem erwünſchten Reſultate zu gelangen. Schlimper ward endlich ungeduldig und erklärte alle Verhandlungen über den Koſtenpunkt für unnütz, da der Actuar Zeiſig