Teil eines Werkes 
17. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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allerdings ſein Blick, aber die Familienpflichten gingen ihm über Alles. Er ſchlage aber Schlimpern vor, der ſei bekannt als Patriot und habe überdies keine Kinder.

Die allgemeine Aufmerkſamkeit lenkte ſich jetzt auf den Drahtzieher. Dieſer blieb ſehr ruhig und erklärte, wegen ſo einer precären Erbſchaft reiſe er nicht zehn Meilen per Poſt, geſchweige um die halbe Erde herum nach Kabul. Es ſei die große Frage, ob die Kabu⸗ liſten einen Pfifferling herausgäben. Wenn man auch mit dem Leben davon komme, ſicher nicht ohne große Naſe, an der man zeitlebens zu tragen habe. Ihm gelüſte nicht nach großem Mammon, ſo viel er mit ſeiner Frau brauche, habe er; die orientaliſche Erb⸗ ſchaft laſſe ihn daher ſehr gleichgültig, vielweniger daß er ſich ihrethalber ſollte der geringſten Gefahr aus⸗ ſetzen.Kabel, der Mützenmacher, ſchloß er,würde ſich weit eher zur Reiſe eignen. Er iſt lebensluſtig, ſieht ſich gern in der Welt um, hat da Gelegenheit, Erfahrungen zu machen und berühmt zu werden.

Jetzt wurde der Mützenmacher der Brennpunkt, der Aller Augen auf ſich zog.

Faſt möchte ich es als einen Fingerzeig des Schick⸗ ſals anſehen, ſprach der Bürgermeiſter,daß ſich un⸗ ſer verehrter College Kabel zur Reiſe entſchlöſſe. Ka⸗ bel und Kabul, welch' wunderſamer Zuſammenklang. In der That, ich bin erſtaunt.

Der Mützenmacher, welchem bei der Anmuthung zur morgenländiſchen Fahrt aller Weinrauſch verflog, begann aus Leibeskräften zu proteſtiren und geberdete ſich weit verzweifelter als alle ſeine Vorgänger. Seine Averſion gegen die Seereiſe war außererdentlich und das Antlitz des Bürgermeiſters ward immer beſorgter. Die Anzahl der nach Kabul zu entſendenden Raths⸗ mitglieder ward immer geringer. Es verblieben uur