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Dieſer Gegenſtand beſteht in einem drei Fuß langen Krokodille von gediegenem Golde, mit großem Fleiße von dem erſten Goldſchmiede Kabuls gearbeitet. Ich hatte dieſes ſeltene, an Werth auf(hier erhob der Vorleſer beſonders ſeine Stimme) dreitauſend Ducaten geſchätzte Kunſtwerk den Derwiſchen der Abdallah⸗ Moſchee für den Fall zugeſichert, daß ſie es durch ihr Gebet dahin brächten, mich von meiner letzten, lang⸗ wierigen Krankheit zu befreien und mir die Geſund⸗ heit wieder zu geben. Da nun mein Tod bewieſen, daß ihr Gebet nichts gefruchtet, ſo haben jene Der⸗ wiſche auch auf das Krokodill keinen weitern An⸗ ſpruch und es iſt mein Wille, daß dieſes ſauber ge⸗ arbeitete Thier(die nun folgenden Worte wußte Herr Sebaſtian Flaminius wieder ausnehmend zu betonen, während die Rathmänner ſich einander mit gravitäti⸗ ſchen Blicken anſchauten) dem kunſtſinnigen Ma⸗ giſtrate meiner Vaterſtadt Niederroßla zu Gute komme; und zwar auf dieſe Art, daß der Herr chier ver⸗ neigten ſich ſämmtliche Senatoren) Bürgermeiſter ein Drittel(dieſes Drittel markirte Herr Flaminius ſehr vernehmlich) und die übrigen Senatoren zwei Drittel des goldenen Ungeheuers percipiren. Es ſoll zum Nutzen und Frommen eines hochweiſen Raths ge⸗ ſchlachtet, das heißt, wenn ſich kein Käufer findet, eingeſchmolzen und parcellirt werden. Zugleich ſtelle ich aber hierbei noch die unerläßliche Bedingung, daß (hier ward der Bürgermeiſter wieder ſehr laut und vernehmlich) der hochweiſe Rath zu Niederroßla ein Membrum aus ſeiner Mitte wähle, welches das Thier in Perſon in Kabul in Empfang nehme und nach Hauſe begleite. Wäre dies nicht der Fall, ſo wür⸗ den dennoch die Derwiſche ſuccediren. Auch ſoll ein hochweiſer Rath gehalten ſein, die Reiſe⸗ und Trans⸗


