Teil eines Werkes 
17. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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plötzlich zuſammen; nur Eiſenbeißen's Ausſagen hiel⸗ ten ihn in Etwas aufrecht.

„Aber ſollte,“ frug er,„das gewaltige England zu dergleichem Stücklein ſeine Hand bieten?“

Felicitas rieth, den Ausgang ruhig abzuwarten.

Der Sohn theilte jetzt des Doctors Anſicht und Rath mit, die Sache nicht auf die lange Bank zu ſchieben und auf Teſtamentseröffnung anzutragen.

„Nein, mein Gama,“ verſetzte die Mutter,„wir wollen nichts übereilen, ſondern Alles ſtill ſeinen Gang gehen laſſen. Je eifriger wir nach dem bis jetzt nur ſcheinbaren Glücke ſtrebten, um ſo niederſchlagender würde eine Enttäuſchung und um ſo größer der öffent⸗ liche Spott und die Schadenfreude ſein.

Der Sohn nahm ſich zwar die mütterliche Rede zu Herzen, im Innern aber war er noch ſtark im Glauben an die Erbſchaft.„Eiſenbeiß,“ ſprach er zu ſich,„verſteht ſich auf ſolche Dinge, der würde die Sache lange nicht ſo ernſthaft genommen und mir bereits halb Vier Uhr Urlaub gegeben haben, wenn nichts dahinter ſtäke.“

Er begann alſo mit ziemlicher Hoffnungsfröhlich⸗ keit, obſchon er ſich hütete, ſeine großen Entwürfe hinſichtlich des Bücherankaufs der Mutter nitzuthei⸗ len, den belebenden Glühwein zu ſchlürfen, welchen ihm Felicitas darreichte. Da trat ihm aber, kaum hatte er eine halbe Taſſe hinunter, das Herz wieder auf die Zunge, und er war eben im Begriff, die kühnſten Luftſchköſſer auf dem noch uneröffneten Te⸗ ſtamente aufzubauen, als ſich die Thür öffnete und der große Geograph von Niederroßla, der Gotteska⸗ ſtenvorſteher, Chriſtian Henoch, ein Buch unter dem Arme, eintrat. Er nahm ſofort auf dem dargebote⸗ nen Stuhle Platz, und begann, die Geographie auf⸗