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dichtblumen ſammt ſauberm Titelblatt und Inhalts⸗ verzeichniß. Es iſt doch was Schönes um die Buch⸗ druckerkunſt. Sollte Kabul was Erkleckliches abwer⸗ fen, würde vielleicht gar zum erſten Bande der Schil⸗ ler'ſchen Gedichte Rath, den zweiten veſitzt die Mutter noch aus der Hinterlaſſenſchaft des guten Vaters. Ei, wollt ich dann der Felicitas vorleſen. Sie hört gar zu gern was Schönes. Auch der Vater hat ihr ehe⸗ dem oft vorgeleſen in Ringethal, wie ſie mir erzählt. Doch nicht unbeſcheiden will ich in meinen Wünſchen ſein; wenn's nur vor de Hand den Stein abwirft, Matthiſſon und Schiller bleiben dann für ſpätere Zei⸗ ten. Man muß nicht Alles auf einmal haven.“ Gamaliel zog, einen Sternenhimmel über ſich und einen zweiten in der Bruſt, jubelnd durch's Thor, und erreichte wohlgemuth die Parterrewohnung ſeiner Mut⸗ ter. Vorſichtig lauſchte er zuvor an den geſchloſſenen
Fenſterläden, ob ſich nicht eine der nachmittäglichen Kaffeetauben noch verhalten und der guten Mutter in
die Ohren girre. Aber ſie ſchienen ſämmtlich nach ihren Neſtern zurückgekehrt; es war ſtill und dem Schreiber fiel ein aroßer Stein vom Herzen. Er ſturmte nun ſelbſt mit großer Haſt in's mütterliche Neſt. Der Glühweinduft durchzog würzig das rein⸗ liche Stübchen, und verſetzte den Eintretenden in Eckſtaſe.
„Mütterchen,“ betheuerte er,„es funkelt über dem Dache eine Sternenwelt, um die uns die Engel im Himmel beneiden müſſen, aver, erzähle mir jetzt vor allen Dingen ebenfalls von Balthaſarn und ſag' mir, wo Kabul liegt und welche Verfaſſung dieſes Land hat. In unſerm geographiſchen Kalender ſteht kein Wort darüber, das weiß ich, ſonſt wüßt' ich's. Uebri⸗ gens kann ich mich, bei Licht beſehen⸗ ich hatte an


