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Tagen Alles grün, ſo weit das Auge reicht, die Knos⸗ pen liegen ellendick auf Berg und Thal. Ich laufe dann ſicher alle Tage in's Weite und nehme Mutter⸗ chen mit. Unterdeß löſt der weiſe Rath die Erb⸗ ſchaftsſiegel, und da fällt gewiß Etwas ab. Ich darf nicht recht darüber nachdenken, wie das ſchön werden kann. Man hat mit dem Frühling vollauf zu thun und erbſchaftet dazu. Ich werde den lieben Gott bit⸗ ten, daß er mir tragen hilft oder die Schultern recht kräftig macht, dahkit ich unter der Laſt nicht erliege.
„Wenn nur von der aſiatiſchen Hinterlaſſenſchaft des guten Onkels nach Abzug der Sportuln, des mütterlichen Sonntagskleidchens ſo viel übrig bliebe,“ rechnete Gamaliel auf dem Heimwege,„daß ich den Matthiſſon und Stein's Erdbeſchreibung an mich brin⸗ gen könnte. In der Geographie war ich von jeher kein Held; ſo kann man mich umbringen, ich weiß nicht zu ſagen, wo das geſegnete Kabul liegt, ob es ein Königreich oder Kaiſerthum, ob man daſelbſt einen einzigen Gott anbetet oder mehre, und ob daſelbſt die Menſchheit in Kaftanen oder Oberröcken und Fracks einherſchreitet. Ich will nicht ſchlimm denken von mei⸗ nem Nächſten, aber ich glaube, der Herr Bürgermeiſter ſchwebt hierüber gleichfalls im Duſter, und iſt die Frage, ob es Eiſenbeiß weiß. Alſo eine einſichtsvolle Geo⸗ graphie paßte ſchon lange für meine Umſtände. Sie war ſeit je ein„tiefgefühltes Bedürfniß“ für mich, wie die Herren Buchhändler in ihren Bekanntmachungen zu ſagen pflegen. Mit Matthiſſon's herrlichen Ge⸗ dichten iſt ein Gleiches der Fall. Mit ihnen muß ſich der Frühling noch einmal ſo ſchön durchleben laſ⸗ ſen. Ich werde mich gern mit der kleinen Ausgabe begnügen, die nicht zu theuer iſt. Für zwanzig gute Groſchen erhält man den ganzen reichen Strauß Ge⸗


