nach den Bergen führte, die Flucht ergreifen, als ihm Felicitas, welche, um ihn zu ſuchen, auf einen Au⸗ genblick die Geſellſchaft verlaſſen hatte, entgegentrat.
„Ach, Mutter!“ war der einzige Ausruf, mit wel⸗ chem Gamaliel der Geliebten an's Herz eilte.
Felicitas ſprach ſanft und ruhig:„Mein guter Sohn, überlaß Dich nicht zu ſehr einer Hoffnung, die eben ſo leicht zerfließen kann, als ſie vielleicht trügend aufgeſtiegen iſt.“
„Beſtes Mutterchen,“ ſchwur der Glückliche,„da ſteckt was dahinter, vielleicht viel, ach viel; der Doe⸗ tor(Eiſenbeiß nämlich) ſagt's auch. Er meint, Eng⸗ land befaſſe ſich nicht mit Lappalien. Mutter, Mut⸗ ter, Du wirſt wieder glücklich werden.
„Bin ich denn nicht glücklich, wenn Gama gut bleibt und mich immer liebt?“ frug Felicitas, den ſchönen Sohn mit Mutterſeligkeit anblickend,„gleich⸗ wohl will ich gern geſtehen, daß es mir große Freude machen würde, wenn der Himmel uns, wenn auch nur eine kleine Gabe, beſcheerte— Du könn⸗ teſt Dir vielleicht manch gutes Buch kaufen, was ich ſo wünſche.“
„Erſt ein Sonntagsröckchen, Mutterchen,“ eiferte der Schreiber.
„Aber willſt Du nicht mit in die Stube kom⸗ men? Man hat Dich einmal geſehen und es war viel Nachfrage nach Dir.“
Gamaliel, der ſich bei dieſem Verlangen wie ein wildes Thier vorkam, das vor eine glänzende und ſtaunende Verſammlung geführt werden ſollte, hob beſchwörend alle zehn Finger in die Höhe, indem er zugleich auf Eiſenbeißen's Urlaub und Wunſch pochte, der ihn in die Berge trieb.
Felicitas, welche ihren Sohn kannte, lächelte und


