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chen heirathbare Töchter zu Hauſe ſaßen, war der Sohn der Wittwe Ideal. Felicitas ſelbſt athmete in ſtiller Mutterſeligkeit das Lob des Sohns ein und pries ſein Herz unparteilich und wahr.
Gamaliel war unterdeß mit ſeiner Parterretvilette zu Stande, er hätte, was den Glanz ſeiner Stiefeln anlangte, als Huſarenrittmeiſter oder als Küraſſier getroſt auf dem Hofballe erſcheinen können. Er ſteckte jetzt den Kopf vorſichtig in die Röhre des Kochofens, welcher zugleich die Stube wärmte, um heraus zu bekommen, ob die weibliche Nachbarſchaft keine An⸗ ſtalt treffe, in den Schvoß ihrer reſpectiven Familien zurückzukehren; aber das unaufhörliche Taſſengeklirr ließ ſobald an keinen Aufbruch denken und die geſel⸗ lige Unterhaltung war noch im beſten Gange.
„Dieſe Kaffeegeſchichte,“ ſprach er, behutſam ſei⸗ nen Himmelsglobus aus dem Krater zurückziehend, „kommt mir eigentlich fatal, obſchon er von frohſter Vorbedeutung iſt. Ich läge gern an ihrer klopfen⸗ den Bruſt und wir bauten Luftſchlöſſer, himmelhoch. Ich will noch bis hundert zählen, wenn die Nachbar⸗ ſchaft bis dahin das Feld nicht räumt, lauf' ich ohn' Weiteres in die Berge und unter die Lerchen, nach Eiſenbeißen's Wunſch und Gebot.“
Gamaliel war mit hundert zu Ende und gab noch funfzig zu; aber die Kaffeeviſite dachte an keinen Aufbruch. Er ward ungeduldig und machte ſich marſchfertig.
„Ein Weiberdiskur iſt ſobald nicht todt zu ma⸗ chen,“ ſprach er,„das Mühlenwerk treibt noch luſtig und ich kann die halbe Welt umlaufen, ehe die zur Ruhe und nach Hauſe kommen.“
Er drückte die Thür in's Schloß und wollte ſo eben durch das Hinterthor, welches durch den Garten
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