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ſo hatte Gamaliel zu ſchwimmen und zu waten. Der halbe Winter lag überall noch im Wege und befand ſich eben in völliger Auflöſung. Unſer Held ſah ſich daher genöthigt, wie ein verfolgter Gemsbock von einem trocknen Fleckchen zum andern zu ſpringen. Dabei ward er häufig begratulirt wie am Neujahrs⸗ tage, was viel Aufenthalt und viel haſtige Freude verurſachte. Bei der Nickels⸗, eigentlich Nikolaikirche, ſtak er eben bis an die Waden im Moraſte und würde vielleicht einem ſanften Fluche freien Lauf ge⸗ laſſen haben, hätte er ſich nicht in ſo heiliger Nähe des Gotteshauſes befunden, als er plötzlich ſogar vom Himmel herab angeredet ward. Er ſchaute auf⸗ wärts und entdeckte den Kopf des Calcanten und Pulſanten Schnuphaſe, der aus einem Schallloche des Thurms herab gratulirte und den Segen ſprach.
„Das Ppem kommt morgen in Arbeit,“ verhieß Schnuphaſe, der bei jedem freudigen Ereigniß, ſo einem Niederroßlaer paſſirte, mit einem Carmen vor⸗ fuhr.„Aber ſagen Sie mir, geſchätzter Herr Drol⸗ linger, wie Ihr edler Herr Vetter nach Kabul avan⸗ eirt iſt und überdies nach Hof? Er wird doch der Augsburgiſchen Confeſſion treu geblieben ſein? Was meinen Sie, Herr Drollinger? Der Herr Superinten⸗ dent ſoll heut Mittag bei dem„Haſſan⸗ben⸗Mullah“ ſehr nachdenklich mit dem Kopfe geſchüttelt haben.“
Gamaliel ward durch dieſe Rede in üble Lage ver⸗ ſetzt. Während er mit den Füßen immer tiefer in den Sumpf ſank, ſollte er nach dem Schallloche hin⸗ auf dem lauſchenden Calcanten die Glanbensfeſtigkeit ſeines Vetters außer Zweifel ſtellen.
Er ſprach mit Wärme über den Teſtator, den er nur nach den Ausſagen ſeiner Mutter kannte und be⸗ ruhigte Schnuphaſen und ſich durch die Worte, daß


