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Nähen und Stricken, während der einundzwanzigjäh⸗ rige Gamaliel beim Advocaten Eiſenbeiß Bogen ſchrieb.
Was den Hofmaler ſelbſt betraf, ſo war es der raſtloſen Unterſuchungsbehörde zu Niederroßla, welche nicht weniger als die ganze Stadt und Umgegend in ſich faßte, gelungen, gleichfalls als unantaſtbare Wahr⸗ heit herauszubringen, daß Balthaſar beim Tode ſei⸗ nes Vaters bei dem Bürger und Beutlermeiſter Ham⸗ ger in Lehre geſtanden, anſtatt aber zu beuteln, mit der Reißkohle überall umhergefahren, alle Wände ver⸗ unreinigt, Panther und Levparden, Störche und Stieg⸗ litze, Gras und Laubwerk aller Orts angebracht, Ge⸗ ſellen und Nachbarſchaft unverkennbar auf Thüren und Mauerwerk geworfen zur Aergerniß aller beſſerdenken⸗ den Bürger. Nur der Leichtſinn habe darüber lachen ſich erluſtiren können. Endlich ſei der kecke Burſche über den eignen Meiſter gerathen, welcher ſich an einem ſchönen Morgen auf friſchgefirnißter Gartenplanke hinter blühendem Flieder, auf einem ſtillen Oertchen ſitzend, leibesgroß erblickt und heraus⸗ gefunden. Dies habe aber dem Faſſe den Boden ausgeſtoßen; Hamger habe nach einem umfänglichen Haſelrohre geſucht, Balthaſar aber die Schlägerei nicht abgewartet, ſondern ſei auf und davon gelaufen in die weite Welt.
Von dieſer Zeit an verſchwand mit dem Conter⸗ fei des Beutlers an der Gartenplanke das Andenken an Balthaſar in Niederroßla, und ward erſt af An⸗ trag Großbritanniens und Irrlands vermittelſt Rum⸗ mer Sechszehn des Wochenblatts wieder in dem Ge⸗ dächtniſſe der Bürger und Einwohner hervorgerufen. Der in Kabul zu den Todten gegangene Hofmaler hielt in Niederroßla ſeine Auferſtehung.
Dieſelbe Nummer Sechszehn des Wochenblatts, ob⸗


