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in mich, werden wieder ſtatiſtiſch und beachte wie folgt:
Unter zehn ſächſiſchen Mädchen iſt eins ſehr hübſch, eins recht hübſch, drei ſind hübſch, drei we⸗ niger hübſch, zwei gar nicht hübſch. Schön iſt ungefaähr das Fünfzigſte und häßlich das Dreißigſte.
Unter zehn ſächſiſchen Mädchen ſind ferner drei bis vier liebenswürdig, ein Paar ſind angenehm, die übrigen laſſen gleichgültig.
Geiſtreich ſind von Zehn eins oder zwei, ge⸗ müthreich aber acht.
Naivität iſt ihre Cardinaltugend und Nativ⸗ naltypus. Unter zehn befinden ſich wenigſtens ſechs oder ſieben Naive.
Sich geſchmackvoll zu kleiden verſtehen von Zehn nur drei oder vier. In Leipzig ändert ſich dies Verhältniß, da verſtehen es acht.
Von zehn Mädchen bekommen drei den Mann ihrer Wahl; ſechs heirathen, um unter die Haube zu kommen und eine bekommt gar keinen Mann.
Nichtsdeſtoweniger ſind von zehn Ehen zwei glücklich, fünf zufrieden, zwei unzufrieden und nur eine unglücklich zu nennen.
Nach dieſer Wahrſcheinlichkeitsrechnung, von der ſich jeder Leſer, ſo er nach Sachſen kommt, wird überzeugen können, ſei mir noch zu erwähnen erlaubt, wie man die hübſchen Sachſinnen in der Regel benamt.
Da ſtehen nun gleich im erſten Gliede die Marien. Sind zehn Mädchen beiſammen, ſtecken gewiß ein oder zwei Marien darunter; und ſonderbar, ein eigner Segen ruht auf den ſächſiſchen Marien, es ſind faſt ſämmtlich ſüße und holde Kinder. Daher das Lied von Wilhelm Müller von den Lippen man⸗ ches begeiſterten Marienliebhabers ertönt:
Stolle, ſämmtl. Schriften. XKIII. 11


