um dich breitet, und du den wenigen armen Leu⸗ ten, die dich kannten und als kleine Heilige verehr⸗ ten, auch künftig als Heilige erſcheinſt und ſie ſtärkſt im frommen Wandel. Mir iſt Nichts von dir ge⸗ blieben, als ein einfach Lied, das ich ſpäter einer jungen Dame ſchenkte, der ich oft von dir erzählte und die dich innig liebte, weil ſie dir ähnlich war. Obſchon ſich die Paar Verſe gedruckt vorfinden, ſei ihnen doch, da ſie ein ſächſiſches Mädchen charak⸗ terifiren, ein Plätzchen gegönnt:
„Hoch oben auf den Felſen, Wohin kein Auge ſieht, In Frühlingspracht eine ſchöne Vergeß'ne Blume blüht.
„Tief unten lacht der Frühling, Leben der Schweſtern viel! Es treiben in muntern Zweigen Die Vögel ihr luſtiges Spiel.
„Die Wolken und die Geier Achten der Blume nicht, Es ſchaut kein freundlich Auge In das ſo liebe Geſicht.
„Kein Schmetterling umgaukelt Das blühend ſchöne Kleid— Die ganze Welt da unten Kennt nicht der Blume Leid.
„Das Abendroth iſt verklungen, Die Sterne blicken herfür— Die Blume iſt geſtorben—
Es weiß kein Menſch von ihr.“
Der Leſer wird mir übrigens für dergleichen poe⸗ tiſche Excurſe wenig Dank wiſſen. Ich gehe aber


