„Aber Papa,“ rief die zehnjährige Anna, die aus⸗ gegangene Pfeife des Vaters mit einem Fidibus an⸗ zündend,„wie viel Cuufins haſt Du nur gehabt? Da iſt der Bodo, der Albrecht, der Hans, der Kasper, die ich alle nicht leiden kann, wegen der abſcheulichen Schnurrbärte.“
„Einfältig Kind,“ brummte der Alte,„danke Gott, daß dem Vaterlande noch einige Stützen er⸗ halten ſind. Wären jene Helden,“ fügte er zu mir gewendet mit leiſem Seufzer hinzu,„nicht ſo frühzei⸗ tig gefallen, wer weiß, wie es jetzt ſtünde.“
„Es wäre Manches anders geworden,“ gegenre⸗ dete ich.
„Der Iſegrimm ſteht noch vor mir,“ ſprach der deutſche Dichter mit ſtiller Begeiſterung,„ein Pracht⸗ junge. Die Geſchichte hätte einen Blücher mehr. Gott hab' ihn ſelig, er hieß eigentlich Moritz; aber die Familie nannte ihn Iſegrim.“
„Der mag erſt einen Schnurrbart gehabt haben,“ rief Anna mit komiſchem Entſetzen.
„Lothringen und Elſaß mit ſammt dem Münſter entgingen uns nicht,“ behauptete der Alte,„den ſchmach⸗ vollen pariſer Frieden hätte Iſegrimm nimmer zuge⸗ geben.“
Ich betrauerte von Herzen den edlen Ritter.
Ein Flug durch's gebirge.
Wem man an einem heitern Sommertage eine der vielen anmuthigen Anhöhen der Dresdner Umgegend
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